Landwirte aus dem Departement Lot-et-Garonne im Südwesten Frankreichs wollen in die Hauptstadt ziehen, um Rungis zu blockieren. Rungis ist der Großmarkt von Paris und der größte seiner Artweltweit. Erliegt rund 13 Kilometer südlich der französischen Metropoleund ist ein gigantischerUmschlagplatz für Fisch, Fleisch, Geflügel, Milch- und Feinkostprodukte.
Frankreichs Premierminister Gabriel Attal hatte den Landwirten angesichts tagelanger Proteste am Freitag weitreichende Hilfszusagen gemacht. Zu diesen gehörten unter anderem die Rücknahme der Besteuerung von Agrardiesel, Nothilfen von 100 Millionen Euro für von Unwettern getroffene Landwirte und den Biosektor, Hilfen für den unter Überproduktion leidenden Weinbau und die Rücknahme von Normen und Vorschriften.
Der Premierminister habe nur einen Teil der 122 Forderungen berücksichtigt, die man an ihn gerichtet habe, sagteder Chef der FNSEA, Frankreichs größterlandwirtschaftlicherGewerkschaft, in einem am Sonntag in der Zeitung „La Tribune Dimanche“ erschienenen Interview.Viele Themen seien nicht behandelt worden, erklärteArnaud Rousseau.
Am Sonntag versprach Attal bei einem Besuch eines landwirtschaftlichen Betriebs im Loire-Tal zusätzlicheMaßnahmen gegen unloyaleKonkurrenz anderer Länder. (dpa/mo)

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