Wahl im Kongo geht nach technischen Pannen in Verlängerung

<p>Eine Frau gibt in Goma ihre Stimme während der Präsidentenwahl in einem Wahllokal ab.</p>
Eine Frau gibt in Goma ihre Stimme während der Präsidentenwahl in einem Wahllokal ab. | Foto: Moses Sawasawa/AP/dpa

Nach Angaben einer Beobachtermission hatten lediglich 34 Prozent der Wahllokale pünktlich geöffnet, während es bei 59 Prozent zu teils massiven Verspätungen kam, weil beispielsweise die Wählerlisten noch nicht vorlagen. Ein Teil der Wahllokale konnte am Wahltag überhaupt nicht öffnen. Zudem funktioniertefast die Hälfte der technischen Geräte zur Zählung der Stimmen nicht richtig. Vor den Wahllokalen bildeten sich lange Schlangen.

Mehrere Oppositionskandidaten, darunter der Friedensnobelpreisträger Denis Mukwege, lehnten in einer gemeinsamen Erklärung die Wahlverlängerung ab und forderten Neuwahlen. Dem als pro-westlich eingestuften Amtsinhaber Félix Tshisekedi werden bei der Wahl im zweitgrößten Land Afrikas die größten Chance eingeräumt.

Das zentralafrikanische Land, das so groß ist wie Westeuropa, hat insgesamt 100 Millionen Einwohner. Erschwert wird die Abstimmung durch Gewalt im Osten des Landes, in dem Regierungstruppen undMilizen seit Jahren um Einfluss kämpfen. (dpa/calü)

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