Ausgezeichnet wurde der 46-Jährige für sein Projekt „Das Mandelkern Protokoll“. Dabei handelt es sich um ein Dokumentationsformat für Begegnungen und Austausch in alltäglichen Lebenssituationen. Ziel dieses Projekts ist es, Erlebnisse und Verbindungen zu Menschen und ihrer Umwelt zu schaffen und diese in der Kunst zu bewahren, hieß es.
Alle drei Jahre vergibt die Regierung der DG die Auszeichnung „Künstler Ostbelgiens“. Künstlerinnen und Künstler aller Sparten konnten sich für die Auszeichnung als „Künstler Ostbelgiens“ bewerben. Interessierte Einzelkünstler oder Zusammenschlüsse von Künstlern bewerben sich mit einer Projektidee, die sie während drei Jahren umsetzen. Zum Ende der dreijährigen Förderphase wird das Projekt bei einer Abschlussausstellung oder Präsentation der Öffentlichkeit vorgestellt. Voraussetzung für die Bewerbung ist ein Wohnsitz in der DG oder eine Projektidee mit inhaltlichem Bezug zur DG. Der oder die Preisträger erhalten ein Preisgeld von 5.000 Euro sowie ein jährliches Werkstipendium, das dazu dient, das Bewerbungsprojekt auszuarbeiten und umzusetzen.

„Kunst braucht Freiräume, Inspiration und ein gewisses Maß an Sicherheit, um sich entfalten zu können. Mit der Preisausschreibung schaffen wir diese Bedingungen, um die dynamischen Kräfte der Kulturszene zu unterstützen“, beschreibt Kulturministerin Isabelle Weykmans (PFF) laut Mitteilung den Hintergrund und fügt hinzu, „dass die Politik lediglich den Rahmen festlegen kann, in dem künstlerische Neuorientierung möglich wird. Die Auszeichnung reiht sich ein in Initiativen zur Förderung der Kulturproduktionen aus Ostbelgien.“
Das diesjährige Bewerbungsthema „Neues Europäisches Bauhaus“ ist ein ökologisches, wirtschaftliches und kulturelles Projekt der EU-Kommission. Laut der Webseite der Kommission zielt es darauf ab, einen neuen Lebensstil zu schaffen, der Nachhaltigkeit mit gutem Design verbindet, weniger Kohlenstoff verbraucht und für alle erschwinglich ist, wobei die Vielfalt Europas respektiert wird. Die Bewerbungsprojekte zum „Künstler Ostbelgiens“ sollen in diesem Sinne neue nachhaltige und integrative, aber gleichzeitig ästhetische Lösungen für Alltagsprobleme bieten. Die Projekte sollen Anregungen schaffen, die Deutschsprachige Gemeinschaft lebenswerter zu gestalten. (red/sc)

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