NMC hisst in Eynatten die Sonnensegel


Schaumstofflösungen zur besseren Wärmedämmung gehören zum festen Bestandteil der NMC-Produktpalette. Es ist ein Schritt hin zu mehr Energieeffizienz, zu einem sparsameren Umgang mit Ressourcen. Der Konzern will aber nicht nur seinen Kundenstamm zu einem nachhaltigen Wirtschaften auffordern, sondern auch selbst mit gutem Beispiel vorangehen.

Deshalb hat der Betrieb seit Jahren an zahlreichen energetischen Stellschrauben am Eynattener Standort gedreht, Gebäude umfassend isoliert, Heizöl-Heizungen verbannt, LED-Beleuchtung eingeführt und auf Wärmerückgewinnung umgestellt. „Wir haben schon viele wichtige Schritte in die richtige Richtung unternommen“, zeigt sich Bernd Vorhagen, NMC-General Manager für die Benelux-Staaten, überzeugt.

Das alles stellt jedoch das jüngste Projekt des Unternehmens in den Schatten. Auf Dächern von vier Lagerhallen und einer Wiese hinter der Gebäudeinfrastruktur wurde in den vergangenen Monaten eine riesige Fotovoltaikanlage installiert. Schätzungsweise zwei Megawatt soll diese fortan produzieren. Eine Größenordnung, die dem Verbrauch von etwa 400 Haushalten entspricht.

Und eine Hausnummer, die hierzulande ihresgleichen sucht. „Es ist die größte Solaranlage in der Deutschsprachigen Gemeinschaft und eine der größten, die je in der Wallonie gebaut wurde“, erklärte NMC-Geschäftsführer Hubert Bosten bei der offiziellen Einweihung der Anlage am Montag nicht ohne Stolz. In seinen Augen dient das Ganze aber nicht bloß dem Prestige des Unternehmens, „sondern passt perfekt zu unserer Vision“. „Komfort und Schutz für ein besseres Leben“, lautet der Leitsatz, mit dem NMC auch sein gesellschaftliches Engagement untermauern will. „Unsere Mission sollte weiter reichen. Das, was wir bislang erreicht haben, ist noch nicht genug. Wir wollen weitergehen“, gibt Hubert Bosten die Marschrichtung vor.

Eine Meinung, die bei Verwaltungsratspräsident Yves Noël auf uneingeschränkte Zustimmung stößt. Und dieser hatte für die geladenen Gäste noch einen weiteren guten Rat parat: „Pflanzt Bäume, viele Bäume. Bessere Sonnenspeicher gibt es einfach nicht.“

Zumindest das technische Gegenstück in Form von Solarmodulen fängt ab sofort schon mal jede Menge Sonnenstrahlen ein. Eine richtungsweisende Initiative, die gerne Nachahmer finden darf und bei der Einweihung am Montagnachmittag jede Menge Lob erntete.

Statistiken zum NMC-Solarpark:
  • 1,4 Hektar beträgt die Fläche, die NMC für seine Anlage zur alternativen Energiegewinnung aufwendet.
  • 2,25 Megawatt beträgt die Gesamtleistung des Solarparks auf dem NMC-Gelände. 1.250 Kilowatt werden auf Dächern produziert, weitere 1.000 Kilowatt auf dem Boden.
  • 18 Prozent seines Gesamtverbrauchs kann NMC in Eynatten fortan durch den selbst produzierten Strom abdecken. Den jährlichen Strombedarf beziffert das Unternehmen mit 12.700 Megawatt. Kalkuliert wird bei dieser Rechnung mit einem Einsatz von 1.000 Stunden pro Jahr.
  • 6.816 Fotovoltaikmodule hat Luminus auf dem Eynattener Firmengelände von NMC installiert. 3.120 Solarmodule wurden auf dem Boden montiert, 3.696 weitere Einheiten auf vier Lagerhallen des Unternehmens aufgestellt. Dies zusätzlich zu den bereits 2012 vorhandenen Solarmodulen. Damit verfügt die Anlage nun über fast 9.000 Einheiten.
  • 2.300.000 Euro lässt NMC sich seinen neuen Solarpark kosten. Finanziert wurde das Projekt mit Eigenkapital.