Im Klartext: Die Zukunft dieses allesamt aus Männern bestehenden Chores ist nach wie vor ungewiss, steht in den Sternen. Radermacher und Lambertz ließen durchklingen, dass es ihr größter und sehnlichster Wunsch sei, dass der Chor noch lange bestehen bleibe und weiterhin viele Menschen mit seinem Gesang erfreuen könne. Was die Zukunft des Chores anbelangt, so dürften die „Zehn Gebote des Gesangvereins“, die in einer Chronik zu finden ist, detlkich für ihn sprechen. Darin heißt es abschließend: „Willst Du, oh Mitglied, diese Gebote gut versteh'n. Kann der Verein nie zu Grunde geh'n.“ Diese Wort scheinen sichtlich Erfolg gehabt zu haben, denn er lässt seine Stimmen wieder aufleben. Getreu dem Motto: „Hurra, wir leben noch!“
Wie Edgar Janssen vom Unterstützungskomitee dem aktuell mitteilt, findet am Freitag, 1. Dezember, 19 Uhr, in der Kapelle in Herbesthal-Baum eine einstündige Advents-Meditation mit dem Klosterchor Herbesthal-Baum unter der Leitung von Edgar Meyer statt. An diesem Abend werden abwechselnd in deutscher und französischer Sprache Texte, Gedichte, Gebete gelesen und gesungen, zu Gehör gebracht.
In der herrlichen restaurierten Kapelle wird dann am Donnerstag, 21. Dezember, 20 Uhr, zu einem Weihnachtskonzert eingeladen. Mitwirkende sind an diesem Abend die Gitarrenklasse der Musikakademie Welkenraedt. „Dieses Konzert ist für jedermann zugänglich“, lädt Edgar Janssen ein. Und er verrät vorab bereits, dass im Januar 2024 in der Kapelle eine erste und interessante Ausstellung stattfinden werde. Mehr wolle er dazu noch nicht verraten.
Bei der Eröffnungsfeier der Kapelle nach einer gründlichen Restaurierung (Frischzellenkur) im Oktober 2022 hatte Edgar Janssen bereits deutlich gemacht: „Es wird demnächst nicht mehr die Kapelle sein, die man kennt und lange besucht hat. Nein, es werden neue, moderne Schritte angestrebt. Wir möchten uns für andere Konfessionen öffnen und unser Publikum durch Vorträge, Konzerte oder Ausstellungen, zum Beispiel Protestantismus, das Judentum oder die Orthodoxie, näherbringen.“ Nur, wer den anderen kenne, könne ihn auch schätzen lernen. Und man sei bemüht, die „Zweisprachigkeit“ zu erhalten. Die Kapelle solle sich aber auch Hilfsorganisationen öffnen. Wichtig scheint Janssen auch, dass kleinere Festlichkeiten in familiärem Rahmen, Taufen oder Geburtstage, abgehalten werden können. Man darf mit Sicherheit jetzt schon auf das Ausstellungs-Event im Januar 2024 gespannt sein. (der)

Kommentare
Kommentar verfassen
0 Comment
Sie müssen angemeldet sein, um zu kommentieren.
AnmeldenRegistrieren