Raeren-Eynatten ließ den Spitzenreiter aus Huy/Solières damit auf sieben Punkte davonziehen und rutschte selbst auf Rang drei ab. Denn Aywaille schlug 20 Stunden später aus der RFC-Niederlage Kapital und sprang dank seines 1:0-Sieges gegen Waremme auf den zweiten Platz. Glück im Unglück für die Raerener, dass Aufsteiger Elsaute Habay-la-Neuve ins Stolpern brachte (2:0), sonst wäre das Podium erst einmal komplett weg gewesen.
In solchen Topspielen komme es auf die Kleinigkeiten an, erklärte ein geknickter Eric Vandebon nach dem Abpfiff. Diesmal sei die Münze auf die Seite des Spitzenreiters gefallen. Und zwar, weil Huy seine im Prinzip einzige richtige Torchance auf dem mit Laub bedeckten Platz nutzte. Schon nach fünf Minuten köpfte Théo Pianetti einen punktgenauen Freistoß von Youssef Guilmi an Torhüter Matyas Goffin vorbei ins Netz.
Ein Kaltstart für die Raeren-Eynattener, die sich im Laufe der Partie mit zwei gefährlichen ruhenden Bällen konfrontiert sahen. „Wir haben unsere Defensive ein wenig umstrukturiert, weil Huy uns über die Flanken wehtun konnte. Das haben wir zwar unterbunden, dafür kassierten wir aber ein Freistoßtor, was uns äußerst selten passiert. Es war ein sehr guter Freistoß, und Pianetti ist halt ein klasse Kopfballspieler“, so Vandebon.
Der Coach der Schwarz-Gelben setzte auf dieselbe Startelf wie in den vergangenen Wochen. In den letzten vier Spielen schickte er jedes Mal dasselbe Personal auf den Platz – einzig beim 3:1-Auswärtssieg in Marloie startete Théo Gaillard für den gelbgesperrten Kapitän Markus Klauser.
Anders als zuletzt, blieb die Offensive am Samstag jedoch stumm. Und so beantwortete sich auch die Frage, welche Statistik die Oberhand gewinnen würde: Vor diesem Spieltag stellte Raeren-Eynatten vor Huy sowohl die beste Abwehr als auch den besten Angriff. Entscheidend waren diesmal aber die Verteidigungen, die sämtliche Offensivbemühungen spätestens an der Strafraumlinie ersticken ließen. Da bei den Gästen die Flanken ebenfalls keine Lösung boten, und Schüsse aus der Distanz erst nach der Pause zu einem Mittel wurden, schossen sie zum ersten Mal seit dem 0:0 gegen Seraing B im September kein Tor.
Zudem wusste Huy, die so gefährlichen Mauro Lo Presti und Cédric Laschet zu verteidigen, weshalb Letzterer nur einmal beinahe den Ausgleich besorgt hätte (47.). Ansonsten blieben Verteidiger Romain Bernard (mehrere Volleyschüsse) und Außenspieler Tom Di Nicola (Flanke an den Pfosten, 67.) die offensiv auffälligsten Raerener. „Das bedeutet natürlich auch, dass die Gefahr bei uns von überall kommen kann. Unser Kader ist sehr ausgeglichen besetzt, und die Bank ebenfalls wettbewerbsfähig. Laschet und Lo Presti haben wir zwar im Mittelfeld oft gesehen, aber kaum in den letzten 30 Metern.“
So riss die Raeren-Eynattener Siegesserie nach sechs Wochen, die Union Hutoise baute ihre eigene hingegen auf sieben Spiele aus. „Huy hat die erfahrenste Mannschaft der Serie und alles in der Hand für eine erfolgreiche Saison. 33 von 36 möglichen Punkten sprechen eine deutliche Sprache“, so Vandebon.

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