Nicolas Fierens Gevaert, der Sprecher des belgischen Außenministeriums, sagte am Samstag, dass er von der Botschaft im indischen Neu-Delhi Informationen erhalten habe, dass kein Belgier betroffen sei. Das berichtet die Nachrichtenagentur Belga.
Das starke Beben weckte die Menschen im Westen Nepals im Schlaf - und hat verheerende Folgen. Auch Stunden danach können Helfer noch nicht alle betroffenen Gegenden erreichen.
Mindestens 138 Menschen sind ums Leben gekommen. Zudem seien mindestens 166 Menschen verletzt worden, sagte ein Sprecher der Polizei in der Hauptstadt Kathmandu der Deutschen Presse-Agentur am Samstagmorgen. Die Opferzahlen dürften noch steigen, zumal aus mehreren von der Außenwelt abgeschnittenen Gebieten zunächst keine bestätigten Angaben vorlagen. Das Beben hatte nach Messungen der Nationalen Erdbebenwarte (NEMRC) eine Stärke von 6,4 und ereignete sich am Freitagabend um 23.47 Uhr Ortszeit.
„Wir haben Berichte, wonach viele Menschen unter Trümmern begraben sind“, sagte der Verwaltungsvertreter Harischandra Sharma aus dem Distrikt Jajarkot, wo das Zentrum des Bebens geortet wurde. Schon kurz nach dem Beben hätten demnach in einigen betroffenen Orten die Rettungsarbeiten begonnen. Andere Orte hätten die Helfer hingegen zunächst nicht erreichen können, weil Straßen durch Erdrutsche blockiert waren.
Das Beben war auch im Norden des Nachbarlands Indien zu spüren, unter anderem in der Hauptstadt Neu Delhi, wie die „Times of India“ sowie andere indische Medien berichteten.
Die Himalaya-Region, in der auch Nepal liegt, ist geologisch äußerst aktiv. Dort schiebt sich die Indische Kontinentalplatte unter die Eurasische Platte - was immer wieder zu starken Beben führt. Vor rund acht Jahren - im Frühjahr 2015 - erschütterte ein besonders schweres Erdbeben die Gegend um die Hauptstadt Kathmandu und ließ zahlreiche Gebäude einstürzen, darunter auch Unesco-Welterbestätten. Rund 9000 Menschen kamen damals ums Leben, Millionen wurden obdachlos. (dpa/belga/hov)

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