Der mutmaßliche Islamist war nach stundenlanger Fahndung am Dienstagmorgen von der Polizei in einem Café in der Gemeinde Schaerbeek niedergeschossen wurden, wie Innenministerin Annelies Verlinden (CD&V) dem flämischen Rundfunk (VRT) sagte. Demnach starb der Angeschossene auf dem Weg ins Krankenhaus. Auch Brüssels Bürgermeister Philippe Close bestätigte die Aktion. „Der Täter ist neutralisiert“, sagte er der Nachrichtenagentur Belga.
Bei dem 45-jährigen Tunesier, einem abgelehnten Asylbewerber, wurde den Angaben zufolge eine Waffe gefunden, die die des Anschlags vom Montagabend sein könne.
Die Ermittler gehen Hinweisen auf ein islamistisches Motiv nach. Der 45-Jährige, der über Nacht auf der Flucht war, ist den Behörden bekannt, und zwar im Zusammenhang mit Menschenhandel, illegalem Aufenthalt und Gefährdung der Staatssicherheit. Laut Angaben von Nicole de Moor (CD&V), Staatssekretärin für Asyl und Migration, hat der Mann im Oktober 2020 einen negativen Asylbescheid erhalten. Kurz darauf sei er vom Radar verschwunden. Im Februar 2021 sei er dann offiziell aus dem Nationalregister gestrichen worden. Er habe sich nie in einem staatlichen Aufnahmezentrum aufgehalten.
Die beiden Schweden starben rund fünf Kilometer entfernt vom König-Baudouin-Stadion, wo die Roten Teufel gegen Schwedens Nationalmannschaft in einem EM-Qualifikationsspiel gegeneinander spielten. Ein drittes Opfer, ein Taxifahrer, ist inzwischen außer Lebensgefahr. Das Quali-Spiel wurde nach Rücksprache mit beiden Teams und den Sicherheitsbehörden beim Stand von 1:1 nach der ersten Halbzeit abgebrochen. Die 35.000 Zuschauer mussten stundenlang in der Arena ausharren.
Für die Hauptstadt war am Montagabend die höchste Terrorstufe (Niveau 4) ausgerufen worden. Das bedeutet, dass die Terrorgefahr ernst und sehr nahe ist. Im Rest des Landes wurde sie auf Niveau 3 erhöht, was eine mögliche und wahrscheinliche Bedrohung bedeutet. Laut Angaben der Anti-Terror-Behörde KOBA (OCAM) soll die Bedrohungslage im Land am Dienstag neu eingeschätzt werden.
Schwedische Staatsangehörigkeit mögliche Motivation
In sozialen Netzwerken wurde ein Beitrag einer Person geteilt, die sich als der Angreifer ausgegeben habe und behauptet habe, von der Terrororganisation Islamischer Staat inspiriert zu sein. Zudem wird im Internet ein Video geteilt, das die Tat zeigen soll.
Die Nachrichtenagentur Belga zitierte einen Sprecher der zuständigen Staatsanwaltschaft, wonach auch die schwedische Staatsangehörigkeit der Opfer eine Motivation für die Tat sein könnte. In diesem Jahr hatten Menschen in Schweden und später auch in Dänemark mehrmals Koran-Exemplare verbrannt und damit wütende Reaktionen unter Muslimen ausgelöst. Für die skandinavischen Länder hatte all das diplomatischen Ärger nach sich gezogen. (belga/dpa/calü)

Kommentare
Der Täter war den Behörden bekannt !!?? Da kann oder sollte man sich Fragen stellen.
Wie kann es sein dass Individuen die in ihrem Heimatland als Terrorist und von unseren Sicherheitskräften als radikalisiert eingestuft werden, und wie in diesem Fall, sich seit anscheinend mindestens 4 Jahren illegal in Bruxelles aufhalten, sich unter den Augen der Behörden, die dies anscheinend alles wissen, hier unbehelligt und frei bewegen können ? Liegt es an der Trägheit und Untätigkeit gewisser Behörden und Entscheidungsträger, der Absurdität des Belgischen Systems, an der Gleichgültigkeit oder daran dass Abschiebungen Geld kosten im Gegensatz zu errichteten lukrativen Radarfallen ?
Und das alles wegen einer Handvoll imaginärer 'Freunde' ('Gotter', die eigentlich alle Götzen sind), über die Menschen auf der ganzen Welt fabulieren, und in deren Wahn sie meinen, die absolute, unanfechtbare, ewige Wahrheit von dieen Götzen "erhalten" zu haben, anstatt die Wahrheit gemeinsam, im Widerspruch, aufgeklärt, informiert und unvoreingenommen zu suchen... "Gottgegeben" ist Synonym für absoute Willkür - da muss man sich nicht wundern über das schlussendlich todbringende Resultat.
Er wahr ja den Behörden bekannt nur sie machen wider die selben fehler wie vor jahren ich denke mal das die keine kondroll mehr über alles haben weil die zu viele davon Haben es ist Traurig das Man nach der Arbeit fussball schauen will gehen dann sowas Passiert . RIP SCHWEDEN
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