80 % recycelbare und reparierbare Produkte bis 2040

<p>Metallische Rückstände werden geschmolzen. In der Wallonischen Region soll sich die Kreislaufwirtschaft zu einem wichtigen Produzenten von Sekundärrohstoffen entwickeln.  Foto: dpa</p>
Metallische Rückstände werden geschmolzen. In der Wallonischen Region soll sich die Kreislaufwirtschaft zu einem wichtigen Produzenten von Sekundärrohstoffen entwickeln. Foto: dpa


Die Regionalabgeordneten werden einen entsprechenden Entschließungsantrag im Regionalparlament einreichen, über den noch vor Ablauf der Legislaturperiode abgestimmt werden soll.

Nach den Zahlen des Branchenverbandes Agoria könnte die Kreislaufwirtschaft bis 2020 36.000 Arbeitsplätze in Belgien schaffen und den Primärressourcenverbrauch bis 2030 um 30 % senken. Auf Grundlage dieser Zahlen haben Marie-Dominique Simonet (CDH), Christie Morreale (PS), Yves Evrard (MR), Philippe Henry (Ecolo) und André-Pierre Puget (UDD) sich diesem Thema näher gewidmet. Ihre Schlussfolgerungen liegen nun vor.

Die fünf Parlamentarier plädieren für die Ernennung eines Regionalministers für Kreislaufwirtschaft, der „eine Querschnittsstrategie unter Einbeziehung aller anderen Minister koordinieren soll, und für die Schaffung eines Labels „Kreislaufwirtschaft“ in der Wallonischen Region.

Sie betonen auch, dass auf der Ebene der öffentlichen Behörden eine Dynamik von Treffen mit den Interessengruppen der betroffenen Sektoren eingerichtet werden sollte, um eine koordinierte regionale Strategie zu entwickeln, und fordern den Abschluss von „Green Deals“, die spezifische Verpflichtungen berücksichtigen.

Die Parlamentarier empfehlen ferner, die Vorschriften anzupassen, um den Zugang zu Vorkommen, Transport und Verarbeitungen von Materialien aus der Wallonie, aber auch aus anderen Regionen des Landes und aus Nachbarländern zu erleichtern. Schließlich fordern sie, dass Produkte aus der Kreislaufwirtschaft bei der Vergabe öffentlicher Aufträge Vorrang erhalten und der Zugang zu Ressourcen für alle wallonischen Gemeinden gefördert wird.

„Dieser Bericht ist das Ergebnis einer einjährigen Arbeit, bei der einen starken Konsens zwischen allen vertretenen Parteien gab“, betonen die Regionalabgeordneten. Der Text wurde inzwischen dem Wirtschaftsausschuss des wallonischen Parlaments übermittelt, wo schon bald ein Entschließungsantrag besprochen und zur Abstimmung vorgelegt werden soll. „Ziel ist es, diese Resolution vor den Wahlen zu verabschieden, damit in der nächsten Legislaturperiode konkrete Maßnahmen ergriffen werden können“, schließen die fünf Parlamentarier.

(gz/belga)

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