„Wirst du dich erneut zur Wahl stellen? Willst du erneut in die Regierung? Die Fragen wurden mir in den letzten Wochen häufig gestellt…Nach mehr als 20 Jahren politischem Engagement habe ich entschieden, mich nicht mehr zur Wahl zu stellen“, so beginnt ein langer Post im sozialen Netzwerk Facebook.
Der Abschied falle ihr einerseits schwer, sie habe in ihrer Zeit als Ministerin Menschen kennengelernt und mit Menschen gearbeitet, „die mich nachhaltig geprägt und beeinflusst haben. Mich von ihnen zu verabschieden und ihre Inspiration und Energie zu missen, hinterlässt den bitteren Geschmack, den Veränderung immer hinterlässt“.
Auf der anderen Seite falle ihr der Abschied aber auch leicht. Sie gehe mit der Zuversicht und der Gewissheit, „dass ich alles in meiner Macht Stehende für meine Heimat und ihre Menschen getan habe. Ich habe 20 Jahre meines aktiven Berufslebens für diesen Ort, für den ‚Ruck nach vorne‘ eingesetzt.“
„Es ist ein Abschied voller Dankbarkeit. Ich habe so vieles gesehen, gelernt und hautnah miterleben dürfen, ich konnte Politik in Belgien und Europa mitgestalten, ich habe mich mit Politiker-Kolleg*innen aus dem In- und Ausland sowie Staatsoberhäuptern über strukturelle, soziale und krisenbedingte Themen stundenlang ausgetauscht und Entscheidungen getroffen. Es waren 20 volle, tolle Jahre, auf die ich immer gerne in Zufriedenheit und Verbundenheit zurückblicken werde. Ich werde gehen, wie ich gekommen bin: selbstbestimmt, unaufgeregt und konzentriert“, fasst Weykmans zusammen.
Während der letzten Monate der Legislaturperiode hoffe sie, „jeden einzelnen Mitstreiter, jede einzelne Mitstreiterin in dieser Zeit auch per Handschlag verabschieden zu können. Das ist einer der vielen Vorteile unseres kleinen Ostbelgiens“. Abschließend dankt die Ministerin allen für die Zusammenarbeit in den vergangenen Jahren. „Auf ein Wiedersehen“, schließt die Botschaft. (svm)

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