Für Elise Mertens war es bei den Australian Open in der dritten Runde ein ganz besonderes Duell gegen ihre ehemalige Doppelpartnerin, die Weißrussin Aryna Sabalenka (WTA 5), mit der sie Anfang 2021 das Turnier gewonnen hatte. Im Einzelduell erwies sich Sabalenka allerdings als eine Nummer zu groß und setzte sich im Kampf um den Einzug ins Achtelfinale deutlich mit 6:2, 6:3 durch.
Elise Mertens konnte aber mit der Niederlage leben, wie sich hinterher zeigen sollte. „Das waren definitiv drei der schwierigsten Runden, die ich je erlebt habe", sagte die Limburgerin. „Meine ersten beiden Runden (gegen Garbine Muguruza und Lauren Davis, A.d.R.) waren alles andere als einfach, aber jetzt bin ich auf eine der Spielerinnen getroffen, die am besten in Form ist. Es gab wenig, womit man etwas anfangen konnte. Es ist nicht so, dass ich schlecht gespielt oder mein Aufschlag nicht geklappt hätte. Der erste Satz ging sehr schnell, im zweiten habe ich versucht, zu reagieren und das Blatt zu wenden. Ich habe weiter gekämpft. Es gab ja zwischendurch ein sehr langes Spiel (2:2, A.d.R.), das ich gewinnen konnte. Ich kann mir für nichts die Schuld geben. Aryna war phänomenal“, gab Elise Mertens zu Protokoll.
Vor allem bei der Anzahl der direkten Gewinnspiel konnte Sabalenka gegen sie überzeugen (31 zu 12). „Ihr Aufschlag, sogar ihr zweiter Ball, ist eine Waffe, ebenso wie ihre physische Stärke“, sagte Mertens über Sabalenka, die 2018 ihren internationalen Durchbruch schaffte.
„Mental hat sie deutliche Fortschritte gemacht. Sie ist viel stabiler geworden. Man darf ihr keine Geschenke machen. Ich habe versucht, im zweiten Satz dranzubleiben, aber ich hatte Probleme, meinen Aufschlag zu halten. Ich hätte etwas Glück gebraucht, aber sie war zu stark.“ Während die zweite Turnierwoche der Australian Open also ohne Einzelspieler aus Belgien stattfindet, läuft es besser in der Doppelkonkurrenz – und dies gleich doppelt. Elise Mertens qualifizierte sich am Wochenende gemeinsam mit ihrer Partnerin Storm Hunter (Australien) für das Achtelfinale. In der Runde der letzten 16 stand ebenso Alison Van Uytvanck (mit der Ukrainerin Anhelina Kalinina).
Weltranglistenerste
Iga Swiatek verpasst Viertelfinale.
Die Weltranglistenerste Iga Swiatek hat derweil in Melbourne den Einzug ins Viertelfinale verpasst. Die polnische Tennisspielerin verlor ihr Achtelfinal-Duell am Sonntag gegen Wimbledon-Gewinnerin Jelena Rybakina aus Kasachstan mit 4:6, 4:6. In den drei Runden zuvor hatte Swiatek (21) keinen einzigen Satz abgegeben und dabei zum Auftakt die Dortmunderin Jule Niemeier besiegt. Die gebürtige Russin Rybakina zog damit als erste Spielerin ins Viertelfinale des ersten Grand-Slam-Turniers des Jahres ein. So weit war die 23-Jährige beim Hartplatzturnier im Melbourne Park noch nie gekommen. In der Runde der besten acht Spielerinnen trifft Rybakina auf die Lettin Jelena Ostapenko, die sich ebenfalls am Sonntag gegen US-Jungstar Coco Gauff mit 7:5, 6:3 durchsetzte. (sc/dpa)

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