Vor allem aus Sicht des RFC Raeren-Eynatten muss man sich (mal wieder) fragen: Wo endet die Reise der Schwarz-Gelben? Der 2:1-Erfolg über Herstal war für die Ostbelgier das siebte Spiel in Serie ohne Niederlage. Nach zuletzt starken 17 von 21 möglichen Punkten klettert die Mannschaft auf den vierten Platz.
Herstal 1:2 Raeren-Eynatten
Beim Duell gegen Herstal wurde zudem die Handschrift von Cheftrainer Eric Vandebon noch deutlicher – Abläufe, Formation, System, bei Raeren-Eynatten stimmt im Moment viel. Lediglich der Abschluss vor dem gegnerischen Tor zählt noch zu den Schwächen.
„Dieser Sieg ist enorm wichtig. Drei Punkte gegen ein Team wie Herstal, das ist sicherlich nicht irgendeine Leistung“, freute sich Vandenbon nach einem Spiel, dass seine Elf dominant begonnen hatte. Trotzdem ging Herstal kurz nach der Pause bzw. in der 48. Minute in Führung. „Meine Mannschaft hat sich gut an die Anweisungen gehalten. Ich kann an diesem Sonntag nur stolz auf sie sein“, so Vandenbon weiter. Für gute Laune sorgte (auc) Lo Presti, der kurz nach dem 0:1 den wichtigen Ausgleich erzielte (58.). Zu diesem Zeitpunkt, so Vandenbon, hätte das Spiel bereits entschieden sein können.
„Wir hätten uns früher in Sicherheit bringen können. Wir haben bis zum Schluss gelitten“, meinte er mit Blick auf die Tatsache, dass Raeren-Eynatten „erst“ in der 70. Minute über einen Elfmeter von Klauser die Entscheidung erzwang.
Union Kelmis 4:2 Richelle
Am Samstagabend feierte die Union Kelmis auf eigenem Platz einen ungefährdeten Sieg über Richelle (4:2). Trotz Wetterkapriolen hatten beide Mannschaften für eine unterhaltsame Partie gesorgt. Vor allem in den ersten 45 Minuten kamen die wenigen Zuschauer auf ihre Kosten. Dabei lief für Richelle, das als Favorit nach Ostbelgien gereist war, zunächst alles nach Plan: Schon in der 10. Minute erzielte Meys das 0:1 für den an der Tabellenspitze liegenden Kelmis-Gegner. Der frühe Gegentreffer schien Kelmis – das in der laufenden Saison erst eine Mannschaft aus den Top 5 besiegen konnte, indem es Raeren-Eynatten schlug – schien nun wachzurütteln. Keine zehn Minuten nach dem 0:1 brachte Hubert die Grün-Weißen nämlich zurück in die Partie.

An der Stadionstraße ging es weiter Schlag auf Schlag: In der 20. Minute lag der Ball zum bereits dritten Mal im Tor. Joiris, der in das Kelmiser Tor zurückgekehrt war, wehrte zunächst einen Elfmeter von Thys ab, musste aber im Nachschuss das 1:2 einstecken. Zuvor hatten Meys und Hubert jeweils für Chancen gesorgt. Auch der zweite Gegentreffer schien Kelmis nicht wirklich aus der Bahn zu werfen – ganz im Gegenteil. Denn noch vor der Pause erzielte Lufuankenda das 2:2. Kelmis war im Spiel – und sollte nach der Pause noch zweifach jubeln dürfen.
Kurz nach dem Seitenwechsel – Richelle kam ohne den verletzten Meys wieder auf das Feld – sah Ex-Kelmiser Corentin Servais über eine unnötige Verwarnung die Gelb-Rote Karte. In Überzahl kamen die Gastgeber nun zu Chancen. Nach etwas mehr als einer Stunde brachte Hungs den Ball nach zuvor zwei gescheiterten Versuchen per Freistoß zum 3:2 im Tor unter. Zehn Minuten später sorgte Mauclet mit dem 4:2 für die endgültige Entscheidung. „Das war ein gutes Spiel“, so Kelmis-Trainer Digregorio. „Wir haben es endlich geschafft, eine Topmannschaft zu besiegen. Wir haben uns vorgenommen, Richelle zu attackieren und ihnen keine Luft zum Atmen zu lassen.“ (lm/mn)

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