Es gäbe keine Gesetzesgrundlage, die eine solche Entschädigung, ohne Benachteiligung bestimmter Familien, erlauben könne, hieß es am Freitag nach einer Sitzung des Verwaltungsrates. Man wolle außerdem keinen Präzedenzfall schaffen, schließlich sei es in der Vergangenheit schon vorgekommen, dass Kinderzulagen verspätet ausgezahlt worden seien. Gemeinsam mit der Belfius-Bank sei jetzt alles in die Wege geleitet worden, damit die fristgerechte Auszahlung in Zukunft sichergestellt ist.
Trotzalledem gerät die wallonische Ministerin Alda Gréoli unter Beschuss. Kritik aus der Opposition ließ nicht lange auf sich warten. Während Eliane Tillieux (PS) ihr Dilettantismus vorwirft, spricht Ecolo von „persönlichem Versagen“.
Die ostbelgischen Familien sind von dieser Maßnahme nicht betroffen. Seit dem neuen Jahr ist die Deutschsprachige Gemeinschaft für die Auszahlung des Kindergelds zuständig. Die erste Auszahlung nach dem neuen Modell erfolgte wie geplant am 8. Februar. (ab/belga)

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