Die Pläne der Region Brüssel, jedem Einwohner eine öffentliche Ladestation maximal 150 Meter vom Wohnort entfernt anzubieten, hört sich gut an – bis man rechnet, was das bedeutet. Brüssel hat eine Bevölkerungsdichte von 7527 E/km². 1 km² = 1 Mio m². Ein Kreis von 150 m Durchmesser hat eine Fläche von 17670 m² = 1,77 % von einem km². Daraus ergibt sich eine Bevölkerungsdichte von ca. 130 E/ 150m Kreis. Sagen wir diese Leute besitzen zusammen 50 Autos. Macht dann 1 öffentliche Ladestation pro 50 Autos. Hört sich dann schon nicht mehr so toll an. Eine öffentliche Ladestation hat eine Leistung von 11 kW. 4 Stunden laden = 44 kWh = 250 km Reichweite (wenn es nicht friert...) In 24 Stunden können also 6 Autos geladen werden, bei 50 Autos pro Station kann also jeder einmal alle 8 Tage 250 km Reichweite laden (statistisch). Dabei sind die 24 Stunden voll ausgenutzt, das heißt, es müssen Leute auch nachts an die Ladestation anfahren und ihr Auto nach 4 Stunden, nachts, wieder abholen, damit der nächste laden kann. Völlig unrealistisch. Angebote wie „1 Ladesäule max. 150m entfernt“ ist kein Angebot einer akzeptablen Mobilität, sondern nur die euphemistische Verklärung der neuen Immobilität. Soll nur keiner bemerken....
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