Im 21. Jahrhundert seien solche Attacken gegen die Zivilbevölkerung undenkbar und abscheulich, schrieb der tschechische Außenminister Jan Lipavsky am Samstag bei Twitter. Er machte Russland dafür verantwortlich, in der Region „Massengräber“ mit den Leichen von Hunderten erschossenen und gefolterten Menschen hinterlassen zu haben.
„Wir dürfen darüber nicht hinwegsehen. Wir fordern die Bestrafung aller Kriegsverbrecher“, schrieb Lipavsky weiter. Tschechien hat noch bis zum Jahresende die rotierende EU-Ratspräsidentschaft inne. Auch die Ukraine fordert, Moskau wegen schwerer Kriegsverbrechen zur Rechenschaft zu ziehen. Kiew hatte zuletzt bei einer Gegenoffensive im Osten des Landes von Russland besetztes Gebiet zurückerobert. In Isjum wurden nach Angaben aus Kiew mehr als 400 Leichen gefunden. Die Menschen sollen ums Leben gekommen sein, als Russland die Stadt Ende März beschossen habe. (dpa/ag)

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