Nach offiziellen Angaben vom Sonntag zerstörten die Flammen bereits mehr als 2150 Hektar. 585 Bewohner von La Guancha und vier weiteren Gemeinden waren in Sicherheit gebracht worden. Zahlreiche ausländische Wandertouristen seien am nahe gelegenen Nationalpark Teide vor den Flammen gewarnt worden. Rund 150 Brandbekämpfer waren im Einsatz. Höhere Luftfeuchtigkeit und nachlassender Wind erleichterten ihre Arbeit. Auch die Temperaturen lagen mit rund 30 Grad nicht mehr so extrem hoch wie zuvor.
Die vielen anderen Waldbrände der vergangenen Wochen in Spanien wurden unterdessen gelöscht oder weitgehend unter Kontrolle gebracht. Im Zusammenspiel mit einer seit Monaten anhaltenden Dürre und starken Winden hatte die Hitze nach Angaben des nationalen Wetterdienstes Aemet den Ausbruch vieler Brände begünstigt. Auf dem spanischen Festland wurden die Menschen in Murcia, Córdoba oder Sevilla für Montag wieder vor extremer Hitze von bis zu 43 Grad gewarnt.
2022 ist für Spanien bereits das verheerendste Waldbrand-Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen. In den ersten knapp sieben Monaten des Jahres zerstörten die Flammen rund 200 000 Hektar. Diese knapp 2000 Quadratkilometer entsprechen etwa 80 Prozent der Fläche des Saarlandes. (dpa/calü)

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