DG-Regierung macht 85.000 Euro für Pilotprojekte im Energiebereich locker

<p>Das Anbringen digitaler Stromzähler wurde von der Gemeinde Kelmis als Pilotprojekt eingereicht.</p>
Das Anbringen digitaler Stromzähler wurde von der Gemeinde Kelmis als Pilotprojekt eingereicht. | Illustrationsbild: afp

Anfang des Jahres hatte die Regierung das Bezuschussungssystem für Pilotprojekte eingeführt und am 29. März im Rahmen des ersten Projektaufrufs bereits 17 Projekte verabschiedet. Wie aus einer Mitteilung von Ministerpräsident Oliver Paasch (ProDG) hervorgeht, stellt die DG den Gemeinden für diese drei Projekte rund 85.000 Euro zur Verfügung.

So werden die Gemeinden Amel und Bütgenbach Studien zum nachhaltigen Heizen von Gebäuden durchführen.

Die Gemeinde Bütgenbach wird in ihrer Nahwärmenetzstudie zur Versorgung von drei angrenzenden Liegenschaften in Elsenborn zunächst ermitteln, welcher Energieträger am besten für ihre optimale und nachhaltige Beheizung geeignet ist. Mögliche Energieträger sind Hackschnitzel, Pellets, Geothermie, eine Photovoltaikanlage oder eine Kombination daraus. Sollte der Energieträger Hackschnitzel für die Ausarbeitung der zweiten Phase ausgewählt werden, dann werden die Ergebnisse der Studie auch eine Abschätzung des Wärmeerzeugungspotenzials der aus dem Heckenschnitt der Gemeinde gewonnenen Hackschnitzel beinhalten sowie von dessen Anteil an der Wärmeversorgung der drei Gebäude.

Die Gemeinde Kelmis wird digitale Stromzähler in 42 Liegenschaften installieren.

Die Studie der Gemeinde Amel zur nachhaltigen Wärmeversorgung von 13 Liegenschaften soll ebenfalls ermitteln, welcher Energieträger oder welche Kombination daraus am effizientesten und kostengünstigsten ist unter Berücksichtigung der Bau- und Betriebskosten sowie der aktuellen Preise der Energieträger. Darüber hinaus soll die Studie prüfen, ob diese Gebäude zentral, dezentral oder in einer Kombination beider Möglichkeiten beheizt werden sollten.

Beide Studien verfolgen einen gemeindespezifischen Ansatz, betonen aber auch, dass die genutzten Methoden als Denkvorlage für andere Gemeinden dienen und die Ergebnisse zu einer gemeindeübergreifenden Strategie zur nachhaltigen Wärmeversorgung beitragen könnten.

Um Stromverbräuche genauer messen und mögliche Einsparpotenziale besser identifizieren zu können, wird die Gemeinde Kelmis ihrerseits digitale Stromzähler in 42 Liegenschaften installieren. Dazu gehören 26 Verwaltungsgebäude sowie Pumpstationen, Hochbehälter, Kläranlagen und das Wasserwerk. In einem zweiten Schritt soll auch ein Energie-Management-System installiert werden, das die automatische Messung der Stromverbräuche im Fünfzehn-Minuten-Takt ermöglicht.

Das Bezuschussungssystem für Pilotprojekte soll dazu beitragen, den integrierten Energie- und Klimaplan umzusetzen. Dieser hat das Ziel, die CO2-Emissionen in der Deutschsprachigen Gemeinschaft bis 2030 um 50 % und bis 2050 um 100 % zu senken und im Hinblick darauf Maßnahmen für Klimaschutz- und Klimaanpassung einzuführen. Förderberechtigt sind die neun deutschsprachigen Gemeinden. Zum 1. Januar 2023 können diese wieder Anträge zum Erhalt eines Zuschusses für Pilotprojekte einreichen. (red/um)

Kommentare

Kommentar verfassen

0 Comment