Bleyberg: Polizei ermittelt nach Verfolgungsjagd wegen Menschenhandels

<p>Der Lieferwagen stürzte eine Böschung hinab.</p>
Der Lieferwagen stürzte eine Böschung hinab. | Foto: Francoise Peiffer/La Meuse

Laut der Bürgermeisterin von Bleyberg, Marie Stassen, war dem Unfall, der sich am Sonntagmorgen um kurz nach 6 Uhr ereignete, eine Verfolgungsjagd vorausgegangen. Die niederländische Polizei habe den in Deutschland zugelassenen Lieferwagen bis nach Gemmenich verfolgt. In Bleyberg verlor der Fahrer schließlich in einer Kurve die Kontrolle über das Fahrzeug, das daraufhin zehn Meter in die Tiefe eine Böschung hinabstürzte und am Ufer der Göhl zum Stehen kam.

Als die Rettungskräfte am Unfallort eintrafen, waren vier Personen in dem Lieferwagen eingeschlossen. Möglicherweise befanden sich zum Zeitpunkt des Unfalls weitere Menschen in dem Fahrzeug. Wie die Bürgermeisterin erklärte, handelt es sich bei den vier Personen um Migranten. Zwei von ihnen wurden schwer verletzt ins Aachener Klinikum und ins Universitätsklinikum nach Lüttich gebracht.

Die Föderale Polizei ermittelt nun wegen Verdachts auf Menschenhandel. Nach dem Fahrer wird gefahndet. Insgesamt waren zwölf Feuerwehrleute und mehrere Rettungswagen aus den umliegenden Gemeinden im Einsatz, unter anderem aus Welkenraedt, Kelmis, Eupen und Verviers. Die Spurensicherung war ebenfalls vor Ort. (red/sue)

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