Sonderausstellung im Zentrum Vogelsang: „Die Cellistin von Auschwitz“

<p>Kuratorin Barbara Kirschbaum, Geschäftsführer der Vogelsang IP, Thomas Kreyes, und Landrat Markus Ramers (von links) mit Kindern der Grundschule Kall</p>
Kuratorin Barbara Kirschbaum, Geschäftsführer der Vogelsang IP, Thomas Kreyes, und Landrat Markus Ramers (von links) mit Kindern der Grundschule Kall | Foto: Vogelsang IP

Kann man mit Kindern im Grundschulalter über den Holocaust und das Dritte Reich sprechen? Schon Grundschulkinder machen erste Erfahrungen mit alltäglichem Rassismus und fragen, was Hakenkreuz-Schmierereien bedeuten. Die Ausstellung bietet mit dem biografischen Zugang und der Lebensgeschichte von Anita Lasker-Wallfisch erste Informationen zur jüdischen Verfolgungsgeschichte. Gleichzeitig regt sie an, über die NS-Diktatur sowie alltägliche und gegenwärtige Ausgrenzung und antisemitische Vorurteile ins Gespräch zu kommen und zu vermitteln, wohin das führen kann. Bei der Ausstellungseröffnung am Freitag wendete sie sich persönlich mit einer Nachricht an die anwesenden Kinder der Grundschule Kall und betonte: „Ich erzähle keine Märchen, sondern die Wahrheit“. „Die Kinder waren während ihrer Ausstellungsführung sehr interessiert am Inhalt sowie den Bildern und tauschten sich rege mit der Kuratorin Barbara Kirschbaum aus“, hieß es weiter in einer Mitteilung des Zentrums. Parallel zur täglich geöffneten und kostenfreien Ausstellung gibt es ein Rahmenprogramm mit Lesungen, musikalischer Begleitung und Erinnerungen, auch an die kürzlich verstorbene Esther Bejarano, die ebenfalls im Auschwitz-Orchester spielte. Der Eintritt ist sowohl zur Ausstellung als auch für die Teilnahme am Begleitprogramm frei. Beides wird gefördert vom Kreis Euskirchen und vom Projekt NRWeltoffen.

Für Pädagoginnen und Pädagogen werden (analoge und digitale) Fortbildungen zur kindgerechten Vermittlung der NS-Diktatur und des Holocaust angeboten. Rundgänge durch die Ausstellung und Fördermöglichkeiten sind möglich unter Telefon +49 2444 91579-11 oder per Mail: buchung@vogelsang-ip.de. Außerdem kann die Ausstellung auch von interessierten Schulen ausgeliehen werden. Die Ausstellung läuft bis zum 8. Mai 2022 und ist täglich von 10 bis 17 Uhr im Forum Vogelsang zu sehen. (red/sc)

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