Das halbstaatliche Unternehmen Bpost hatte Ende Januar überraschend bekannt gegeben, dass es die Anteile der Tochtergesellschaft Ubiway an Golden Palace verkauft. Damit werden 170 Zeitungsgeschäfte, darunter Press Shop und Relay, in das Portfolio des Glücksspielunternehmens aufgenommen. Petra De Sutter, die über die Transaktion nicht informiert war, fand, das der Verkauf der Zeitungsläden an ein Glücksspielunternehmen im Widerspruch zum föderalen Koalitionsvertrag stehe, in dem die Bekämpfung der Glücksspielsucht zur Priorität erklärt wurde. Sie führte Gespräche mit der Bpost-Leitung und veranlasste eine rechtliche Untersuchung, um festzustellen, ob der Verkauf an Golden Palace noch gestoppt werden konnte. Dies war jedoch nicht der Fall. Wohl konnte die Verkaufsvereinbarung noch angepasst werden, und das sei inzwischen geschehen, berichtete De Sutter am Mittwoch im parlamentarischen Ausschuss. Der Text besagt nun, dass das Glücksspiel in den Zeitungsläden eine Nebentätigkeit sein und bleiben muss. Golden Palace wird die bereits vorhandenen Glücksspielautomaten eines Konkurrenten durch eigene Geräte ersetzen, aber die Kioske dürfen sich nicht in Richtung Spielhalle entwickeln. (belga/gz)
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