Demnach waren Ende 2021 „nur“ noch 291.158 Personen mit Zahlungsausfällen in der Zentrale für Kreditwesen registriert. Das sind 7,6 Prozent weniger als im Jahr 2020. Seit 2017 ist die Anzahl sogar um ein Fünftel zurückgegangen. Die Gesamtzahl der säumigen Zahler betrug zuletzt 415.791 (- 8,2 Prozent). In zwei Dritteln der Fälle belaufen sich die Rückstände auf weniger als 5.000 Euro, heißt es in dem Bericht.
Im Verhältnis zur Bevölkerung haben in Brüssel und in der Wallonie mit 4,4 bzw. 4,1 Prozent die meisten säumigen Schuldner. Die Zahl für Flandern liegt bei 2 Prozent.
Die Zahl der neuen Zahlungsrückstände, die im Laufe des Jahres 2021 registriert wurden, ging sogar um 16,6 Prozent zurück. Im Zuge der Corona-Pandemie hatte die Regierung den Verbrauchern eine Zeit lang die Möglichkeit gegeben, unter bestimmten Bedingungen einen Zahlungsaufschub für die Rückzahlung ihres Kredits zu erhalten. „Viele Kreditnehmer haben davon tatsächlich Gebrauch gemacht“, heißt es im Jahresbericht. „So wurde beispielsweise bei über 145.000 Hypothekendarlehen ein Zahlungsaufschub an das Zentralamt gemeldet.“
Auch die kollektive Schuldenregulierung für Menschen, die überschuldet sind oder sich in großen finanziellen Schwierigkeiten befinden, ist rückläufig. Ende letzten Jahres waren noch 67.100 Akten offen, mehr als 10 Prozent weniger als im Vorjahr.
Auch im Jahr 2021 wurde das Kreditvolumen weiterhin durch die Corona-Krise beeinträchtigt. Mehr als 1,25 Millionen neue Kredite wurden aufgenommen, 2,3 Prozent mehr als im Jahr 2020, aber immer noch 13,5 Prozent weniger als im Durchschnitt der drei Jahre vor der Pandemie.
Ende 2021 waren insgesamt 10.469.387 Kredite in der Zentrale für Privatkredite registriert, was fast 6,2 Millionen Menschen entspricht. (belga/calü)
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