Die Föderalregierung hatte schon eine Vielzahl von Maßnahmen auf den Weg gebracht. Dazu gehören die Stimulierung von Branchenfonds zur Förderung von Umschulungen, das Monitoring von Mangelberufen in jedem Sektor, ein verstärktes Angebot für vorübergehend Arbeitslose oder die dreimonatige Kumulierung von Arbeitslosengeld mit der regionalen Ausbildungsprämie oder dem Lohn in einem Mangelberuf.
„Der größte Fehler bestünde darin, mit einem Katalog guter Absichten zu enden“, analysieren die Minister laut einer Mitteilung aus dem Kabinett Weykmans. „Um dieses Hindernis zu überwinden, ist die Abstimmung zwischen allen Regierungsebenen eine Voraussetzung für den Erfolg“, heißt es darin. Mit einer „föderationsübergreifenden“ Plattform sollen alle Behörden, die für Beschäftigung und Ausbildung zuständig sind, vereint werden. Neben dieser Vorarbeit würden auch die zuständigen Behörden aufgefordert, Empfehlungen und konkrete Vorschläge zu unterbreiten, hieß es. Auch die Bildungs- und Sozialverwaltungen würden, falls nötig, auf ihr Fachwissen zurückgreifen. Möglich seien auch Überlegungen über den Tellerrand hinaus: Debatten über die Beschäftigung von Migranten, Steuerfragen, die zu Beschäftigungsfallen führen können, oder die Frage der Anerkennung von Diplomen und Zertifizierungen.
Eine „politische“ Arbeitsgruppe mit Vertretern aus den verschiedenen Kabinetten überwacht die Ausführung der Maßnahmen. Die zuständigen Minister wollen sich ab Ende Januar 2022 regelmäßig im Rahmen der interministeriellen Konferenz treffen, um die Umsetzung zu verfolgen und im April 2022 eine erste Reihe gemeinsamer und konkreter Vorschläge vorlegen. (red/sc)
Kommentare
Kommentar verfassen
0 Comment
Sie müssen angemeldet sein, um zu kommentieren.
AnmeldenRegistrieren