Lufthansa: EU-Klima-Pläne verzerren den Wettbewerb am Himmel

<p>Die größte Airline des Landes, Brussels Airlines, wurde Ende 2016 vollständig von der deutschen Lufthansa übernommen.</p>
Die größte Airline des Landes, Brussels Airlines, wurde Ende 2016 vollständig von der deutschen Lufthansa übernommen. | Foto: belga

Die Kommission hat zur schnelleren Co2-Reduzierung für den Luftverkehr einen verschärften Emissionshandel, eine europäische Kerosinsteuer und verbindliche Beimischungsquoten für nachhaltige Kraftstoffe (SAF) vorgeschlagen. Die Luftverkehrsindustrie sieht in der konkreten Ausgestaltung aber Nachteile gegenüber außereuropäischen Wettbewerbern, die mit den entstehenden Kostenvorteilen Passagiere etwa in die Türkei, Russland oder den Mittleren Osten umleiten könnten.

Der Lufthansa-Konzern hat für sich die bis 2035 möglicherweise entstehenden Mehrkosten auf 15 bis 20 Milliarden Euro beziffert. Eine europäische Kerosinsteuer lehnt der Konzern bislang vollständig ab. Beim Emissionshandel und den Treibstoffquoten müssten die Vorschriften so gestaltet werden, dass auch der Wettbewerb belastet würde. Bislang ist offen, wie die Vorschläge der Kommission umgesetzt werden. Im politischen Prozess können das europäische Parlament sowie die Mitgliedstaaten noch erheblich Einfluss nehmen.

Die Lufthansa gehört zu den weltweit größten Unternehmen der Zivilluftfahrt. Sie wurde im Jahr 1953 unter dem Namen „Aktiengesellschaft für Luftverkehrsbedarf“ gegründet und hat ihren Geschäftssitz in Köln. Zum Lufthansa Konzern gehören mittlerweile die Fluggesellschaften Lufthansa (Passage, Cargo), Brussels Airlines, Swiss, Austrian Airlines und Eurowings. (dpa/calü)

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