Krankenhäuser wollen Impfverweigerer entlassen

Der Druck auf das Pflegepersonal wird immer größer und zusätzlicher Druck kommt noch für die Ungeimpften, die vermeintlich Bösen, hinzu,...

Die Pfleger sind schon seit Jahren am Limit, dem Burnout nahe; seit der Covidpandemie noch mehr gefordert, noch mehr ausgelaugt, durch noch mehr Überstunden, noch mehr Verantwortung, noch mehr Arbeit, aber weniger Zeit für alles. Früher vermeidbare Fehler häufen sich, all dies auf Verantwortung des Pflegepersonals.

Für die Ungeimpften wird der Druck und die Diskriminierung am Arbeitsplatz immer schlimmer. Vergessen ist, dass wir zu Beginn der Pandemie mit einem positiven PCR-Test arbeiten mussten. Jetzt jedoch werden die Ungeimpften als potenzielle Anstecker verpönt. Ist meine Arbeit anders geworden als zu Beginn der Pandemie? Nein, natürlich nicht, die Schutzmaßnahmen sind die gleichen und geben den Patienten die bestmögliche Sicherheit vor Ansteckung.

Sollten bezüglich der Schutzmaßnahmen Bedenken sein, dann müsste tagtäglich vor Arbeitsbeginn die GANZE Belegschaft getestet werden, denn inzwischen ist ja sicherlich allen bekannt (oder doch vielleicht nicht?), dass auch das geimpfte Personal das Virus weiterverbreiten kann.

Ich arbeite seit über 30 Jahren im Krankenpflegebereich, und jetzt sollte ich, weil ich ungeimpft bin, keine gute Krankenpflegerin und unverantwortlich sein? Nein, das bin ich nicht. Im Gegenteil. Ich werde mich wie jedes Jahr brav gegen die Grippe impfen lassen, um da zu sein, wenn die Patienten hospitalisiert werden und ich gebraucht werde.

Ich werde mich vielleicht auch irgendwann gegen Covid-19 impfen lassen, wenn ich dem Impfstoff vertraue, was aber meine eigene Entscheidung sein sollte. Und ich möchte keine Spaltung, wie sie jetzt seit Monaten zwischen Geimpften und Ungeimpften provoziert wird. Und nun sollen Impfverweigerer wie ich zum Covidimpfen verpflichtet werden oder bei Verweigerung gar - wie ein Schwerverbrecher - entlassen werden. Ich verstehe die Welt nicht mehr.

Bin ich nun deswegen eine „schlechte Krankenpflegerin“, oder gar „psychiatriereif“, wie ich schlussfolgernd schon mal zu hören bekomme?

Klar, muss ich mit Kritik rechnen, wenn ich mich traue, an die Öffentlichkeit zu gehen. Aber bitte konstruktive Kritik. Jeder hat Anrecht auf seine eigene Meinung und das respektiere ich auch, umgekehrt aber bitte auch.

Derjenige, der mich kennt, weiß dass ich ein ehrlicher Mensch bin und mich nicht verstelle. Viele im Pflegepersonal denken so wie ich, aber trauen sich nicht, ihre Meinung kundzutun. Da ich aber den Mund aufbekomme, sehe ich es als meine Pflicht an, den Mund aufzumachen.

Ich (beziehungsweise wir das Pflegepersonal) sind müde; und die Ungeimpften noch mehr, da einem noch größeren Druck ausgesetzt. Wir können nicht mehr. Hört denn keiner unsere Hilfeschreie?

Ich habe Angst: Angst vor morgen, Angst vor der Arbeit, Angst vor der Verantwortung, Angst vor Repressalien als Ungeimpfte, Angst um die Zukunft unseres Berufes und meine Zukunft, Angst vor Covid, Angst vor den Nebenwirkungen des Covid-Impfstoffes. Angst, Stress, Druck..., das ist der Alltag des Pflegepersonals im heutigen Gesundheitssystems.

Und die Politik schaut zu und setzt noch einen drauf: Betten schließen, Studium raufsetzen, Impfpflicht einführen wollen und die bösen ungeimpften Pfleger entlassen,...

Ich habe den Eindruck, dass sich die belgische Bevölkerung nur beim Fußball solidarisiert. Die katastrophale Lage im Gesundheitswesen scheint die „Allgemeinheit“ noch nicht zu stören. Warten, bis nichts mehr geht?

Kommentare

  • Wenn man die Kranken und Pflegebedürftigen wirklich schützen will, muss man das Personal und die Besucher testen. Nichts anderes hilft. Jeder kann diese Infektion übertragen. Nun haben wir hohe Impfquoten und es hat so gut wie nichts gebracht.

  • Frau Schorkops, meine tiefe Anerkennung und Dank seien Ihnen für Ihre jahrelange Arbeit und Aufopferung gewiss. Ich denke es ist in der Tat an der Zeit, dass die Politik für eine Aufwertung des Gesundheits-/Pflegesektors sorgt, die längst überfällig ist.

    Dennoch kann ich es einfach nicht verstehen: Gerade Sie als Fachfrau im Gesundheitswesen müssten doch genau um den lebensentscheidenden Schutz des Impfstoffs wissen und darum, dass er erwiesenermaßen sicher ist (sonst wäre er doch wohl kaum durch Arzneiagenturen rund um den Globus zugelassen worden, oder?).

    Weltweit wurden bereits über 6,5 Milliarden - Milliarden (!) - Impfdosen verabreicht; müsste es da nicht Millionen Tote durch Impfung geben, wenn diese so "unsicher" ist, wie in "Sozialen" Medien auf makabere Weise kolportiert wird? Genau das Gegenteil trifft zu: Millionen Menschenleben wurden wohl dank der Impfung gerettet.

    Und wo ist bitte die Kohärenz, sich gegen die Grippe impfen zu lassen, nicht aber gegen das weitaus gefährlichere und tödlichere Covid-19?

    Die "bestmögliche Sicherheit gegen Ansteckung", von der Sie sprechen, ist und bleibt die Impfung, das kann Ihnen jeder seriöse Arzt, Virologe, Wissenschaftler etc. bestätigen und eigentlich müssten Sie das als Pflegefachkraft auch selbst wissen. Angst sollten Sie nicht vor der Impfung haben, sondern vor dem Virus - das hat bereits über 4,9 Millionen Menschen das Leben gekostet und über 240 Millionen infiziert.
    (Zahlen: WHO)

  • Wissen denn sichet über die Nebenwirkungen einer mRNA Impfung bescheid.... niemand kann die Folgen abschätzen, im Gegensatz zur herkömmlichen Grippe Impfung die auf lebend oder tot Impfstoffe basiert..... Übrigens alle Befürworter für genverandete Impfung sind, sind die selben die GVO in der Landwirtschaft verbieten wollen.... ich als Landwirt bin gegen Hybridzucht, gegen Gentechnik veränderte Lebensmitteln und aus gleichem Grund gegen mRNA Impfstoff. Wie gesagt, wir leben in einer Demokratie wo die würde des Menschen unantastbar ist, und jeder das recht auf seine Meinung und körperliche Unversehrtheit hat.....

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