Teil drei des Giganten-Duells zwischen Tadej Pogacar (UAE Team Emirates) und Primoz Roglic (Jumbo-Visma) sowie ein Meilenstein der Gleichberechtigung: Die „doppelte“ Tour de France dürfte mit einem spektakulären Männer-Parcours und der Rückkehr des Frauen-Rennens der Höhepunkt des Sportsommers 2022 werden.
Schon die Strecken-Präsentation von Amaury Sport Organisation (ASO) am Donnerstag in Paris wird mit großer Spannung erwartet.
Das, was vor der Enthüllung im Grand Palais durchsickerte, verspricht einiges. Die Tour soll demnach hammerhart werden, der mythische l'Alpe-d'Huez-Anstieg erstmals seit 2018 dabei sein, zum nach 1986 erst zweiten Mal eine Etappe auf dem 2.413 Meter hohen Alpen-Riesen Col du Granon enden; zwei Pyrenäen-Bergankünfte sollen dabei sein, zudem die Planche des Belles Filles, wo 2020 Pogacar in einem epischen Zeitfahr-Finale Landsmann Roglic den Toursieg entriss.
Aber, und das dürfte einigen Anwärter auf den Sieg auf den Champs-Elysées eher weniger schmecken: Früh soll es ausgiebig über die von Paris-Roubaix bekannten Kopfsteinpflaster-Passagen gehen. Schon dort dürften sich Pogacar und Roglic einen Kampf aufs Messer liefern.
Pogacar (23), den Eddy Merckx in der Dienstagausgabe von „Het Nieuwsblad“ als den „neuen Merckx“ adelte, könnte der jüngste Dreifachsieger der Tour werden, für den dreimaligen Vuelta-Sieger Roglic (32), 2021 nach einem Sturz ausgestiegen, wird langsam die Zeit knapp.
„Er will zeigen, dass er die Nummer eins der Welt ist“, sagte Roglics Sportdirektor Marijn Zeeman.

„Ein Traum erfüllt sich - hoffentlich für mehr als zwei oder drei Ausgaben“, sagt die neue Renndirektorin Marion Rousse.
Die 30-Jährige ist eines der bekanntesten TV-Gesichter Frankreichs und bildet mit Lebensgefährte Julian Alaphilippe ein hochpopuläres Promi-Paar. Ganz nebenbei ist Alaphilippe (Deceuninck-Quick Step), der 2019 zwei Wochen lang das Gelbe Trikot trug, Weltmeister und Tour-Außenseiter - Stoff für Geschichten wird die Frankreich-Rundfahrt 2022 also reichlich haben. (sid/jph)

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