Während in Belgien mehr als 70 Prozent der Bevölkerung geimpft sind, liegt dieser Anteil in Afrika bei gerade einmal zwei Prozent. „Wir können sehr stolz auf die hohe Impfrate in unserem Land sein. Gleichzeitig bin ich aber auch sehr besorgt, weil so viele Menschen in gefährdeten Ländern keinen Zugang zu einem Impfstoff haben“, so Ministerin Kitir.
Belgien hat bereits beschlossen, bis Ende des Jahres vier Millionen Corona-Impfdosen an Entwicklungsländer zu spenden. Dies betrifft Impfstoffe, die von Belgien bestellt wurden, aber hier nicht benötigt werden. Die Umverteilung erfolgt in erster Linie über die internationale Initiative Covax, die gemeinsam von der Weltgesundheitsorganisation WHO sowie den globalen Impfinitiativen Gavi und Cepi organisiert wird, um ärmere Länder mit Coronaimpfstoffen zu versorgen. Belgien spendete im Juni bereits einen Überschuss von 150.000 AstraZeneca-Impfdosen an Tunesien.
Zudem prüfe sie derzeit, wie sich Belgien aktiv an Initiativen zur Steigerung der lokalen Produktion von Impfstoffen beteiligen kann, unter anderem im Senegal und in Südafrika, erklärte Meryame Kitir. (belga/sue)

Kommentare
Wenn man sich die Corona-Zahlen des Senegal im Vergleich zu den belgischen anschaut, ist die Frage, ob diese „Pandemie“ für den Senegal wirklich ein prioritäres Problem darstellt, durchaus berechtigt.
https://ourworldindata.org/explorers/coronavirus-data-explorer?zoomToSel...
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