In Flandern war vor allem Limburg vom Hochwasser betroffen. Der Schaden wird auf 90 bis 123 Millionen Euro geschätzt. Die flämische Regierung hat nun eine Vereinbarung mit dem Verband der Versicherungsgesellschaften, Assuralia, getroffen, um sicherzustellen, dass alle Versicherten gemäß ihrer Feuerversicherungspolice zu 100 Prozent für den erlittenen Schaden entschädigt werden.
Konkret wurde die gesetzlich festgelegte Obergrenze, die Versicherer im Fall vom Naturkatastrophen größeren Ausmaßes zu zahlen verpflichtet sind, um nicht die eigene Insolvenz zu riskieren, aufgehoben. Gemäß der Vereinbarung werden die Versicherer ihre Anstrengungen auf 44 Millionen Euro verdoppeln. „Die Versicherungsgesellschaften sind bereit, einen viel höheren Beitrag zu leisten, als das Versicherungsgesetz vorschreibt. Als Regierung decken wir die Differenz, damit niemand im Regen stehen gelassen wird“, erklärt Jambon.
Der Restbetrag – zwischen 49 und 79 Millionen Euro – wird vom Flämischen Katastrophenfonds übernommen. Die Hochwasser-Geschädigten müssen sich ausschließlich mit ihrer Versicherung auseinandersetzen.
Für Schäden, die nicht von der Feuerversicherung gedeckt sind, können noch bis Ende September Anträge gestellt werden. „Die flämische Regierung bereitet die offizielle Anerkennung des Hochwassers als Naturkatastrophe vor, damit Bürger, Landwirte und öffentliche Einrichtungen Schäden, die nicht von der Feuerversicherung gedeckt sind, dem flämischen Katastrophenfonds melden können“, so Jambon abschließend.
Bereits am 18. August hatte sich die wallonische Regierung mit den Versicherern auf eine gleichlautende Lösung geeinigt. (belga/sue)

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