Gefährliche Situationen an Eupener Kreuzungen

Ich möchte zurückkommen auf den Artikel „Ampeleinstellung wurde Kindern fatal“ vom 26.8.2021.

Auch in Eupen gibt es Kreuzungen, wo gefährliche Situationen entstehen können. Zum Beispiel an der Kreuzung Gospertstraße-Werthplatz-Kaperberg-Hookstraße.

Letzten Dienstag passierte in Antwerpen ein schrecklicher Unfall bei dem zwei Kinder ums Leben kamen, die ein LKW-Fahrer übersehen hatte. Die sogenannte „konfliktfreie“ Kreuzung wurde abgeschafft, weil das den motorisierten Verkehrsfluss behinderte, wurde die Maßnahme zurückgenommen. Zwei Kinder wurden dem Moloch Autoverkehr geopfert.

In Eupen gibt es auch Kreuzungen, wo eine Gefahr für die Fußgänger bestehen kann. Mir ist aufgefallen, dass an der Kreuzung Gospertstraße-Werthplatz-Kaperberg-Hookstraße Situationen entstehen können, die gefährlich sind. Das vor allem, weil dort sehr viele Kinder und Jugendliche unterwegs sind. Es betrifft jedoch alle schwachen Verkehrsteilnehmer.

Es handelt sich um folgende gefährlichen Situationen:

- Von der Gospertstraße kommend kann man immer Richtung Kaperberg einbiegen, da diese Abbiegespur nicht mit einer Ampel versehen ist. Natürlich muss man die Fußgänger durchlassen, wenn sie Grün haben. Das kann aber leicht übersehen werden, denn es gibt hier nichts, dass den Autofahrer zum Anhalten zwingt! Ich habe vor einigen Jahren erlebt, dass sich auf dieser Abbiegespur ein Auffahrunfall ereignete, weil ich bei Grün für Fußgänger überqueren wollte. Genauso gut hätte es mich erwischen können. Dort gibt es nicht genügend Sicherheit.

- Neu ist die Gefahrensituation am Zebrastreifen an der Kaperbergseite der Kreuzung. Die Ampeln für den KFZ-Verkehr der Strecke Hookstraße-Kaperberg springen nicht gleichzeitig auf Rot: die Ampel am Hook bleibt einige Sekunden länger grün. Dadurch kommt es, dass am Kaperberg die Fahrzeuge vor Rot anhalten, während vom Hook aus noch Fahrzeuge durchfahren. Manche Fußgänger interpretieren das für Rot anhaltende Auto als Hinweis, dass sie losgehen dürfen. Das ist natürlich falsch. Aber manche Leute, und nicht nur junge, möchten keine Sekunde länger als nötig vom Gängelband der Regeln festgehalten werden. Ich gehe davon aus, dass die längere Grünphase dazu dient, den nach links abbiegenden Bussen mehr Zeit zu geben. Das ist aber keine gute Lösung.

Verkehrssicherheitskonzepte müssen so gestaltet sein, dass keine Missverständnisse möglich sind! Das ist hier nicht der Fall.

Mit freundlichen Grüßen.

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