Tumulte in Nizza: Derby gegen Marseille abgebrochen

<p>Ausschreitungen in Nizza</p>
Ausschreitungen in Nizza | Foto: dpa

Der Schiedsrichter unterbrach daraufhin die Begegnung in der 75. Minute beim Stand von 1:0 für Nizza und schickte beide Mannschaften in die Kabine. Nizzas Präsident Jean-Pierre Rivere versuchte auf dem Rasen die Fans zu beruhigen. Nach über einer Stunde Unterbrechung wurde das Spiel abgebrochen, nachdem die Marseille-Spieler sich weigerten, auf das Spielfeld zurückzukehren.

Die Liga habe beschlossen, das Spiel wieder aufzunehmen, sagte Marseilles Präsident Pablo Longoria in einem Video an die Medien: „Wir haben zur Sicherheit unserer Spieler, die beim Platzsturm angegriffen wurden, beschlossen, das Spiel nicht fortzusetzen, da die Sicherheit unserer Spieler nicht gewährleistet war.“

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Auch Benoit Payan, Bürgermeister von Marseille, unterstützte die Entscheidung. „Verletzte Spieler, schlechte Sicherheitsvorkehrungen. Eine traurige Entscheidung, aber das Spiel durfte nicht wieder angepfiffen werden. Ich bin stolz auf mein Team, das sich nicht auf diese Scharade eingelassen hat“, schrieb er auf Twitter.

Die Gastgeber aus Nizza wollten weiterspielen. „Das Spiel hätte fortgesetzt werden können“, sagte Rivere: „Ich bin überzeugt, dass es sehr gut gelaufen wäre. Leider wollte Marseille das Spiel nicht fortsetzen.“

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Longoria bezeichnete die Szenen derweil als „völlig inakzeptabel“ und forderte Sanktionen, es müsse „ein Präzendenzfall für den französischen Fußball“ geschafft werden. Payet war vor der Ausführung eines Eckballs von einer Plastikflasche getroffen worden und sackte zu Boden, bevor er aufstand und die Flasche zurück in Richtung der Tribüne warf.

In der Präsidenten-Loge gerieten Rivere und Longoria aneinander. „Sie packten sich gegenseitig am Kragen, die Leibwächter mussten sie trennen“, sagte ein Zeuge der Szene der Nachrichtenagentur AFP. (sid/tf)

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