9 Prozent der in der zweiten Julihälfte Befragten gaben an, im laufenden Jahr bereits Suizidgedanken gehabt zu haben. Im Vergleich zur vorangegangenen Befragung im April sank der Anteil der Menschen mit Schlafstörungen und Depressionen. Grundsätzlich zufrieden mit ihrer Lebensqualität zeigten sich 80 Prozent der befragten Franzosen, 4 Prozentpunkte weniger als vor der Pandemie.
Der Anstieg der Neuinfektionen sowie der Zahl der Corona-Patienten schwächte sich in Frankreich ab, mit Ausnahme weiterhin der von der Pandemie sehr schwer getroffenen Überseegebiete. In Guadeloupe und Martinique seien die Kliniken überlastet und Todesfälle häuften sich, berichteten die Behörden. Unterdessen haben inzwischen 69,5 Prozent der Menschen in Frankreich mindestens eine Impfung gegen das Corona-Virus erhalten, 59,3 Prozent sind bereits vollständig geimpft. Auch beim Personal in Krankenhäusern und Pflegeheimen, dem eine Impfpflicht bevorsteht, stieg die Impfquote weiter an.
An diesem Wochenende werden in Frankreich zum inzwischen sechsten Mal in Folge Demonstrationen gegen die verschärften Corona-Regeln erwartet. Am vergangenen Samstag kamen landesweit rund 215 000 Menschen zu den Protesten, etwas weniger als in der Vorwoche. Neben der Impfpflicht geht es um den sogenannten Gesundheitspass mit dem Nachweis von Impfung, Genesung oder eines negativen Tests. Dieser wird seit zwei Wochen unter anderem zum Besuch von Cafés und Restaurants, vor dem Betreten großer Einkaufszentren sowie bei Reisen per Fernzug oder Flugzeug verlangt. Anders als in Deutschland war die Lockerung von Beschränkungen in Frankreich in den letzten Monaten nicht an eine Testpflicht gekoppelt. (dpa/calü)

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