Ein gutes Jahr nur brauchte der belgisch-niederländische Junge für das Pensum, für das normalerweise drei Jahre gerechnet werden. „Ein tolles Gefühl, dass ich das geschafft habe“, sagte Laurent, der in Ostende geboren wurde. Die Quantenphysik habe ihn besonders interessiert. „Aber daneben habe ich auch noch viele andere Projekte.“ Jetzt will Laurent seinen Master machen und dann promovieren.
Laurent ist hochbegabt und hatte schon mit acht Jahren sein Abitur gemacht. Danach hatte er zunächst Elektrotechnik an der Universität Eindhoven studiert, aber Ende 2019 kurz vor dem Bachelor-Abschluss im Streit mit der Unileitung das Studium abgebrochen. Danach wollte er zunächst in Israel weiter studieren, doch wegen der Pandemie waren Reisen nicht möglich.
Studieren in der Hafenstadt Antwerpen war super, sagte Laurent. Es hatte für ihn auch noch zwei große persönliche Vorteile: Er konnte regelmäßig seine Großeltern in Flandern besuchen und seine beiden Hunde konnten bei ihm bleiben. Die Coronakrise habe sein Studium kaum beeinträchtigt, sagte Vater Alexander. Schließlich sei er es gewohnt, selbständig zu lernen.
Nach dem Sommer will Laurent seinen Master ebenfalls an der Schelde machen. Gemeinsam mit Unis in Israel, Großbritannien und den USA wird ein Programm für ihn maßgeschneidert. Deutlich ist, dass es bei der Physik nicht bleibt. Laurent hat ein ehrgeiziges Ziel: Das menschliche Leben verlängern. Etwa durch die Entwicklung von künstlichen Organen. (dpa/calü)

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