Der UN-Menschenrechtsrat hatte den Bericht nach dem gewaltsamen Tod des schwarzen Amerikaners George Floyd in Auftrag gegeben. Untersucht werden sollte, ob und wie Schwarze nicht nur durch individuelle Diskriminierung, sondern im Kontakt mit Polizei und Ämtern benachteiligt werden. Floyd starb im Mai 2020 nach einer Festnahme, bei der ein Polizist dem am Boden liegenden Mann mehr als neun Minuten lang sein Knie in den Hals gedrückt hatte. Der Polizist wurde wegen Mordes zweiten Grades zu mehr als 22 Jahren Haft verurteilt.
„Der jetzige Zustand ist unhaltbar“, sagte die UN-Hochkommissarin für Menschenrechte, Michelle Bachelet. „Ich rufe alle Länder auf, Rassismus nicht mehr abzustreiten, sondern ihn abzubauen.“ In vielen Ländern seien Menschen mit afrikanischen Wurzeln sozial, politisch und wirtschaftlich an den Rand gedrängt. Vor allem in Nord- und Lateinamerika und in Europa lebten unverhältnismäßig viele von ihnen in Armut und hätten es schwer, Zugang zu Bildung, Gesundheitsdiensten, Arbeit, angemessenem Wohnraum und sauberem Wasser zu bekommen. (dpa/calü)

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