Windpark Emmels – Ausländische Unternehmen sind die Eigentümer

So hätte der Titel zum Artikel im GrenzEcho vom 3. Mai und Kurier-Journal vom 5. Mai zum geplanten Windpark Emmels auch lauten können. Hätte. Wenn denn die häufige Frage auf der Infoversammlung vom 30. April: „Wer steckt hinter Enovos?“ beantwortet worden wäre. Aber auf die Frage wollte man nicht weiter eingehen wollte. Warum wohl?

Antwort in Kurzfassung: Hinter Enovos steckt zu ca. 75% der Staat Luxemburg und zu 25% ein chinesischer Stromnetz-Konzern. Konkret: Enovos Green Power SA ist eine 100-prozentige Filiale der Enovos Luxembourg S.A. Diese wiederum ist eine 100-prozentige Tochter der Encevo Gruppe. Und an der Encevo Gruppe sind, jetzt kommen wir endlich an, u.a. der Staat Luxemburg (28%), Luxemburger Staatsbanken (ca. 26%), China Southern Power Grid International (ca. 25%), die Stadt Luxemburg (ca. 16%) und die Post Luxemburg (ca. 5%) beteiligt.

Eigentümer der vier neuen und auch der fünf bestehenden Windräder in Emmels wird und ist die Betreibergesellschaft „Windfarm St.Vith SA“. Die Gemeinde St.Vith hält an dieser Gesellschaft ca. 8% der Aktien. Die deutsche Gesellschaft BMR und die Internationale Bank Degroof-Petercam teilen sich ca. 40% der Aktien. Hauptaktionär ist mit ca. 52% die Gesellschaft Enovos Green Power SA.

Damit haben die Chinesen mit ca. 13% (52% x 25%) sogar mehr am Park als die Gemeinde St.Vith. Von den insgesamt neun Windrädern also mehr als ein ganzes Windrad. Luxemburg gehören 3,5 Windräder. How!

Und jetzt sollen wir Bürger all diesen ausländischen Firmen helfen ihre Windräder zu finanzieren. Windräder, die sie nicht mit uns teilen wollen? Nein Danke!

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Kommentare

  • Wer jetzt noch immer nicht merkt, dass die Energiewende eine von der Politik unterstützte Abzocke ist, dem ist nicht mehr zu helfen.

    Frau Moutschen,
    Diese viel beschworene "Bürgerbeteiligung" gibt es nirgendwo, denn der Bürger bezahlt überteuerten Strom, der nicht grundlastfähig ist. Dieses Wort 'Bürgerbeteiligung' ist ein grüner Propaganda-Begriff, damit diese Abzocke ja nicht nach bösem Kapitalismus aussieht.

  • Wird die Meinung der Anwohner ernst genommen?

    In einem Rundschreiben vom 19/05/2020 informierte die Gemeinde Sankt Vith die Emmelser und Rechter Bürgerinnen und Bürger u.a. darüber, dass die Fa. Saméole von der Errichtung von zwei Windrädern auf dem Rastplatz ‚Emmelser Wald‘ absieht, wenn ihr eine Beteiligung an dem Projekt der Windfarm Sankt Vith zur Errichtung von vier weiteren Windrädern in der Verlängerung des bestehenden Windparks zugesagt wird. Das ursprüngliche Projekt von Saméole wäre mit dem der Windfarm Sankt Vith nicht kompatibel.

    In einem weiteren Rundschreiben an die Anwohner vom 30/06/2020 wurden sie eingeladen an einer Umfrage für oder gegen die Errichtung von Windrädern auf dem Rastplatz teilzunehmen. Die Mehrheit der Anwohner war dagegen.

    Die Fa. Saméole wurde mit keinem Wort bei der Informationsversammlung (online) vom 30/04/2021 erwähnt, weder als Investor, noch als Teilhaber des jetzigen Investors.
    Was ist mit Saméole passiert, hat das Unternehmen sich komplett zurückgezogen und überlässt anderen das Feld?
    Die Bürger wurden aufgerufen ihre Meinung zu sagen, aber wo wird diese Meinung aufgegriffen und berücksichtigt?
    Die ganze Angelegenheit erscheint ziemlich undurchsichtig und erweckt den Eindruck, dass die Gemeinde die Ruder an (ausländische) Unternehmen abgegeben hat und die Meinung der Bürger geflissentlich übergeht.
    Es drängt sich der Eindruck auf, dass die Gemeinde diese Einladungen nur der Form halber ausgesprochen hat.
    Windkraft ist eine Möglichkeit unseren Stromverbrauch in Zukunft zu versorgen, aber dann bitte mit echter Bürgerbeteiligung.

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