„Wir haben in der letzten Aprilwoche ja schon steigende Inzidenzzahlen gekannt. Für mich ist das ein Zeichen, dass das Virus wieder mehr zirkuliert“, erklärte am Montagnachmittag der Generalsekretär des DG-Ministeriums, Norbert Heukemes, der aktuell auch als Vertreter der Hygieneinspektion fungiert, dem GrenzEcho auf Nachfrage. Er belegt dies mit den vorliegenden Zahlen: Demnach wurden im Monat März in der DG 197 positiv getestete Personen registriert, im April dagegen 621. „Das ist also mehr als das Dreifache. Und dann ist es normal, dass es jetzt auch in den Schulen ankommt“, so Norbert Heukemes.
Gibt es nicht vielleicht auch neue oder gar striktere Vorgaben, die zur Schließung von nun drei Schulen auf dem DG-Gebiet innerhalb weniger Tage führten? Norbert Heukemes verneint dies und weist darauf hin, dass „wir auch schon vorher eine ähnliche Anzahl von Fällen in den Schulen hatten. Allerdings waren diese nicht so sehr auf mehrere Klassen verteilt wie aktuell“. Aufgrund dieser neuen Situation mache es wenig Sinn, „nur“ einzelne Schüler oder Schulklassen in Quarantäne zu schicken, sondern stelle es die bessere Lösung dar, den Betrieb in den betroffenen Schulen für zwei Wochen komplett herunterzufahren.
„Es ist nicht so, dass sich die Kriterien für eine Klassen- oder Schulschließung geändert hätten, sondern dies geschieht aufgrund einer Empfehlung von Kaleido nach Einschätzung der jeweiligen Situation. An Zahlen alleine lässt sich dies nicht festmachen“, betont der Generalsekretär des DG-Ministeriums.
Born, Herbesthal und jetzt Lichtenbusch: Erscheint es da nicht ziemlich wahrscheinlich, dass nun zeitnah weitere Schulschließungen in Ostbelgien folgen werden? „Ausschließen kann ich das natürlich nicht. Zurzeit sind drei Schulen von einer kompletten Schließung betroffen. Es gibt aber auch andere Schulen, wo man durch die Schließung einzelner Klassen der Situation noch Herr wird. Wie sich das Ganze an anderen Stellen entwickelt, kann ich natürlich nicht voraussagen“, so Norbert Heukemes, der Wert darauf legt, dass „man eine Schule auch nicht leichtfertig schließt. Schließlich weiß man ja, welche Auswirkungen dies für die Kinder, die Eltern und das Schulwesen hat.“ (mcfly)

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