Wahl des Impfstoffes

Vor einigen Jahren wurde nach einem Schlaganfall in meinem Gehirn ein Aneurysma diagnostiziert, welches wegen seiner gefährlichen Lage nicht entfernt werden konnte und daher in regelmäßigen Abständen beobachtet (IRM) werden muss.

Nach Rücksprache mit meinem behandelnden Arzt hat dieser mir mitgeteilt, dass Astrazeneca nicht unbedingt empfehlenswert sei, da es ja auch andere Impfstoffe gebe. Ich habe mein Anliegen am 15. April meinem Hausarzt Dr. M. unterbreitet, der dieses in meiner Gegenwart sofort nach Eupen weitergeleitet hat. Noch in seiner Praxis teilte er mir mit, dass mir der Impfstoff von Pfizer/Biontech verabreicht würde und dass ich keinen Termin anfragen müsse, da ich telefonisch vom Impfzentrum benachrichtigt würde.

Am Tag danach erhalte ich eine Mail, dass ich laut Dr. F. von der DOGV (der weder mich noch meine Krankenakte kennt) mit Astrazeneca geimpft werden könne da, ich zitiere: „Unfälle mit AZ sind als SELTENE Phänomene zu betrachten und es ist schwierig, Algorithmen in Bezug auf solch ein seltenes Phänomen zu entwickeln. Persönlich glaube ich nicht, dass das Aneurysma das Risiko mehr erhöht als jede andere Krankheit.“ Daraufhin habe ich Dr. F. mitgeteilt, dass ich es sehr „anmaßend“ finde, dass er sich über die Empfehlung meines behandelnden Arztes hinwegsetzen würde, und dass ich mich keinesfalls mit AZ würde impfen lassen. Bis heute (29.04.) habe ich keinerlei Antwort auf meine Mail erhalten. Meine Frage zum Schluss: Geht es wirklich um die Gesundheit der Bevölkerung oder das Durchsetzen beschlossener Maßnahmen? Wer übernimmt die Verantwortung, selbst wenn das Risiko noch so klein ist?

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