Demnach wurden rund 134.000 Hektar Waldfläche als besonders wertvoll eingestuft. Es handelt sich vor allem um alte und reife Waldbestände mit einheimischen Baumarten, die potenziell besonders artenreich sind. Sorge bereitet den beiden Naturschutzorganisationen der geringe Schutzstatus dieser Wälder: Nur 3,3 Prozent von ihnen stehen den Angaben zufolge derzeit unter starkem Schutz. „Diese Kartografie ermöglicht es, sichtbar zu machen, wo sich die Waldgebiete befinden, die in der Wallonie vorrangig geschützt und erhalten werden müssen“, erklärt Sébastien Carbonnelle, Direktor von Forêt & Naturalité.
Naturnähere Wälder seien widerstandsfähiger gegen Dürren, Stürme und Krankheiten, die mit dem Klimawandel zusammenhängen. Zudem böten sie zahlreichen Tier- und Pflanzenarten wichtige Rückzugsräume. Der derzeitige Schutz sei „angesichts ihrer ökologischen Bedeutung, ihrer Rolle im Zusammenhang mit dem Klimawandel und der europäischen Ziele zum Naturschutz bei Weitem unzureichend“, betont Corentin Rousseau, Biologe bei WWF Belgien. Die Veröffentlichung erfolgt, während Belgien seine Pläne zur Umsetzung der europäischen Verordnung zur Wiederherstellung der Natur vorbereitet. Diese sieht vor, bis 2030 mindestens 30 Prozent der geschädigten Lebensräume wiederherzustellen. (belga/nico)

Kommentare
Das Forstgesetzbuch sieht für alle öffentlichen Wälder 3 Prozent integrale Schutzzonen vor, dort darf praktisch nichts gemacht werden.
Dieses Ziel ist erreicht bzw übertroffen. Desgleichen gibt es Wälder, die in Natura 2000 Zonen liegen wo nur beschränkt interveniert werden kann.
Corentin Rousseau ist Biologe und dementsprechend einseitig sind seine Beiträge.
Dass der Wald wichtige Einnahmequelle für Kommunen und Privatbesitzern ist interessiert ihn nicht.
Wenn die Schutzauflagen der verschiedenen Schutzebenen eingehalten werden brauchen keine neuen Schutzzonen ausgewiesen zu werden.
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