EU-Parlament schafft neue Rechte für Zuggäste

<p>Illustration: picture alliance/dpa</p>
Illustration: picture alliance/dpa

Die Schiene ist der nachhaltigste und sicherste Verkehrsträger und sollte möglichst erschwinglich und qualitativ hochwertig sein. Wir müssen die Rechte für Zugpassagiere weiter steigern, damit Fahrgäste auf der Schiene endlich ein mit Fluggästen vergleichbares hohes Schutzniveau genießen“, erklärt der ostbelgische EU-Abgeordnete Pascal Arimont (CSP-EVP).

„Insgesamt soll Fahrgästen durch die neuen Regeln bei Verspätungen oder Zugausfällen besser geholfen werden. Auch die Betreuung von Personen eingeschränkter Mobilität soll verbessert werden.“ Eine Neuerung sei die Einführung eines obligatorischen Angebots von „Durchgangsfahrkarten“, die für aufeinanderfolgende Abschnitte einer Reise gelten. „Hier soll in Zukunft ein einziges Ticket angeboten werden, sofern die Fahrten von einem einzigen Betreiber beziehungsweise von Tochtergesellschaften angeboten werden. Im Falle einer Verspätung, die dazu führt, dass der Anschluss verpasst wird, hat der Fahrgast dann unter anderem Anspruch auf alternative Weiterreisemöglichkeiten“, so Pascal Arimont. „Auch für Menschen mit Behinderungen gibt es Verbesserungen. Wenn eine Person mit eingeschränkter Mobilität mit dem Zug reisen will, reicht es in Zukunft aus, dies 24 Stunden und nicht mehr 48 Stunden vorab anzukündigen, um die Unterstützung durch die Eisenbahn sicherstellen zu lassen. Ebenfalls soll es Fahrgästen leichter gemacht werden, ihre Fahrräder an Bord zu nehmen. Die Eisenbahnunternehmen sind in Zukunft verpflichtet, in jedem Zug Fahrradflächen einzurichten“, meinte der ostbelgische EU-Abgeordnete. (red/sc)

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