Vor diesem Hintergrund will die SNCB vor allem mehr Fahrradabstellplätze auf den Verbindungen zur Küste sowie in die Ardennen anbieten. Kurzfristig sollen im Sommer auf der Hauptachse Ostende-Brüssel-Lüttich-Eupen mehr Doppeldecker, die im unteren Bereich über ein Mehrzweckabteil verfügen, das mit Klappsitzen ausgestattet ist, eingesetzt werden. Langfristig gesehen will die SNCB auf allen Strecken mehr Doppelstockwaggons auf die Gleise setzen. Konkret soll ab 2024 die Anzahl der Plätze pro Zug von 12 auf 24 Fahrräder steigen.
Um das zu ermöglichen, sollen in den kommenden Jahren sogenannte neue M7-Waggons, eine neue Generation der Doppeldecker, angeschafft werden. Dadruch soll die Gesamtzahl der Fahrradstellplätze bis Ende 2025 von 4.450 auf 6.700 steigen. Unter dem Strich soll dann jeder Zug mindestens über zwei Mehrzweckabteile verfügen.
Aber nicht nur in den Zügen will die SNCB dem Stahlross mehr Platz einräumen. Auch in bzw. vor den Bahnhöfen will die Bahn dem Zweirad mehr Möglichkeiten bieten. Wie „Le Soir“ berichtet, sollen bis 2028 die Anzahl an Fahrradstellplätze rund um die hiesigen Stationen von 108.000 auf 150.000 ausgebaut werden.
Um die ambitionierten Ziele verwirklichen zu können, muss der Aufsichtsrat, der im Juni zusammenkommt, dem Vorhaben noch grünes Licht geben. (belga/calü)

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