Jadin fordert Mehrwertsteuersenkung auch für Friseure

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„Die Kontaktberufe wie die Friseur- und Beautysalons sahen sich gezwungen, nahezu durchgehend schließen zu müssen, und jegliche Einnahmen brachen von einem Tag auf den anderen weg. Die laufenden Kosten mussten trotz allem beglichen werden. Ein Fünftel der Salons musste bereits Personal entlassen, weitere werden diese schwierige Entscheidung noch treffen müssen. Denn obwohl die Kontaktberufe nun wieder zugelassen wurden, können viele aufgrund der Sicherheitsmaßnahmen den Betrieb noch nicht zu 100 Prozent aufnehmen. Unter solchen Voraussetzungen ist es natürlich schwierig, die Verluste der vergangenen Monate auszugleichen“, schreibt die Abgeordnete in einer Pressemitteilung.

Das Friseurgewerbe habe die Föderalregierung dazu aufgefordert, die Mehrwertsteuer für den Sektor ebenfalls von 21 auf sechs Prozent zu senken, um Einbußen der letzten Monate bestmöglich auffangen zu können. Einige Friseure aus der Region hätten sich diesbezüglich an Kattrin Jadin gewandt und um Unterstützung gebeten.

„Und sie sind nicht auf taube Ohren gestoßen, denn ähnlich wie es bereits für den Horeca-Sektor der Fall war, konfrontiert Jadin die zuständigen Minister auf föderaler Ebene mit den berechtigten Forderungen des Sektors“, schreibt die ostbelgische Abgeordnete in dem Kommuniqué. Mit ihrer parlamentarischen Frage möchte sie von den zuständigen Ministern in Erfahrung bringen, mit welchen Hilfen die Kontaktberufe zusätzlich rechnen dürfen und ob es einen Spielraum gebe, den Friseuren eine Reduzierung der Mehrwehrtsteuer sechs Prozent zu gewähren. „Auch wenn die Senkung eine zeitliche Begrenzung kennen würde, wäre es für viele Selbstständige nach den zuletzt turbulenten Monaten trotz allem eine Möglichkeit, ihr Unternehmen wieder in ruhigere Gewässer zu lenken. Das Wichtigste bleibt aber vor allem die Fortführung des Betriebes und die damit einhergehende Bewahrung der Jobs aller Mitarbeiter“, so Jadin. (red/sc)

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Kommentare

  • Es fehlt doch nicht an Kaufkraft! Da die Selbsständigen die Mehrwertsteuer eh zurück erhalten und die Kaufkraft der Kunden (bis auf die Verteilung) nicht das Problem ist, hat dies in meinen Augen nur die höhere Verschuldung des Staates zur Folge, welche eh durch andere Steuern wieder ausgeglichen wird, was wiederum die Kaufkraft senkt! Natürlich wäre es gut wenn die Selbständigen kürzere Zeit in Vorleistung gehen müssten, was durch Digitalisierung der Bürokratie nun kein Problem wäre! Die Logik ist mir zu hoch! Da ich jedoch nicht im Aufsichtsrat eines Unternehmens wie der SNCB tätig bin, denke ich das ein sehr ausgeklügelter strategischer Plan damit verbunden ist, welcher die EU zu einem Souveränen Mitbewerber gegenüber der USA, China, Indien usw. machen wird! Da ich jedoch nicht auf einer Eliteuni studiert habe sehe ich in solchen Maßnahmen den wirtschaftlichen Untergang Westeuropas. Aber durch die höchsten Anforderungen die in belgischer Politik und den teilweise verstaatlichten Unternehmen durch die folglicher hochkompetenten Personalien ein absolutes Muss ist, kann ein Bürger meines Bildungsstandes und meines ökonomischen Wissensstand solche Enyscheidungen leider nicht nachvollziehen!

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