Covid und Kontakt-Tracing

Wenn man die schlechte Entwicklung der Infektionszahlen im Süden Ostbelgiens liest, ist man erstaunt, dass vom Ministerium zwar zusätzliche PCR-Tests angeboten werden, aber ansonsten den Gemeinden nicht geholfen werden kann, um die Ursache der neuen Welle zu finden.

Man würde erwarten, dass bei den enormen Mitteln, die für das Kontakt-Tracing eingesetzt werden, doch auch Hinweise zu finden sind, woher der plötzliche Ausschlag kommt.

Natürlich ist die Familie der Hauptverbreitungsort, aber von irgendwo muss der Virus ja in die Familien reinkommen. In den ostasiatischen Ländern, welche die Epidemie am besten im Griff bekommen haben, sucht man jeweils den Ursprungsherd einer neuen Infektionswelle, um ab dort maximal die Weiterverbreitung zu unterbinden. Warum gelingt dies nicht bei uns? Auch ist bedauerlich, dass vom Ministerium aus sehr wenig über den Erfolg (oder Nicht-Erfolg) des Kontakt-Tracings berichtet wird. Gelingt es wirklich, die Infektionsketten schneller zu unterbrechen? Wie viele Leute werden hierdurch positiv getestet, die ansonsten unbewusst das Virus weiterverbreitet hätten?

Und wenn man keine Antworten auf diese Fragen hat, dann soll man nachdenken, wie man doch die Effektivität des ganzen Aufwandes analysieren kann.

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