EU-Kommissar Reynders tritt Datenschutz-Bedenken bei Covid-Zertifikat entgegen

<p>Didier Reynders betonte, dass sich die EU an internationale Standards halten müsse.</p>
Didier Reynders betonte, dass sich die EU an internationale Standards halten müsse. | Foto: dpa

Tatsächlich sei der Satz an persönlichen Informationen kleiner als im gelben Impfbuch der Weltgesundheitsorganisation (WHO), so Reynders weiter.

Um Reisen in Europa in der Coronakrise wieder einfacher zu machen, schlägt die EU-Kommission die Einführung eines „grünen Zertifikats“ vor. Es soll Impfungen, Ergebnisse zugelassener Tests und Informationen zu überstandenen Infektionen festhalten und EU-weit anerkannt werden. Grundsätzlich soll es den EU-Staaten überlassen bleiben, welche Vorteile - etwa freie Einreise ohne Quarantäne - sie gewähren. Das Zertifikat soll sowohl digital als auch in Papierform erhältlich sein.

Das Europaparlament und die EU-Staaten verhandeln derzeit darüber. Anfang Juni solle eine Pilotphase starten, sagte der Justizkommissar. Ende Juni sei dann der Start des gesamten Systems geplant. Reynders betonte, dass man sich an internationale Standards halten müsse. Man sei bereits mit anderen Organisationen wie der WHO in Kontakt, so Belgiens ehemaliger Außenminister.

Das Zertifikats solle nicht mehr benutzt werden, sobald die WHO die Pandemie für beendet erklärt habe, sagte Reynders. Für den Fall neuer Pandemien solle das Instrument jedoch im „Werkzeugkasten“ gelassen werden. Europas oberste Datenschützer hatten kürzlich auf hohe Datenschutz-Standards gepocht. (dpa/mv)

Kommentare

Kommentar verfassen

0 Comment