Bayerns B-Elf patzt, Leipzig holt wieder auf, Dortmund bleibt dran

<p>Münchens Jamal Musiala (M) setzt sich vor seinem Tor zum 1:0 gegen Unions Robert Andrich durch.</p>
Münchens Jamal Musiala (M) setzt sich vor seinem Tor zum 1:0 gegen Unions Robert Andrich durch. | Foto: dpa

Drei Tage vor dem Viertelfinal-Rückspiel in der Champions League bei Paris St. Germain endete für die Bayern damit auch eine starke Ligaserie von zuletzt fünf Siegen. Jamal Musiala brachte die Münchner in der 68. Minute in Führung. Marcus Ingvartsen (86.) glich noch aus. Für Union war es wie im Hinspiel (1:1) erneut ein Achtungserfolg gegen den Triplesieger.

Dabei waren die Sorgen von Trainer Hansi Flick nach dem 2:3 in der Königsklasse gegen PSG riesig. Er musste in Robert Lewandowski, Lucas Hernandez, Niklas Süle, Leon Goretzka, Marc Roca, Douglas Costa, Corentin Tolisso (alle verletzt), Alphonso Davies (gesperrt) und Serge Gnabry (positiv auf COVID-19 getestet) gleich neun Spieler ersetzen.

Zudem schonte er zunächst Benjamin Pavard, David Alaba und Leroy Sané mit Blick auf Paris. Dafür feierte der 21 Jahre alte Josip Stanisic sein Bundesliga-Debüt. Tiago Dantas (20) durfte erstmals von Beginn an ran. Zur Pause wurden die Münchner Sorgenfalten größer. Flick musste den angeschlagenen Kingsley Coman ersetzen. Für ihn kam Sané.

Am Spiel änderte dies wenig. Die Münchner blieben am Drücker, nach vorne fehlte aber die Durchschlagskraft. Die beste Chance hatte deshalb zunächst wieder Union: Max Kruse verzog jedoch (56.). Dies sollte sich rächen. Erst verfehlte Sané (66.) knapp das Ziel, danach wurstelte sich Musiala im Strafraum durch und traf aus kurzer Distanz. Müller hatte wieder einmal die Vorarbeit geleistet. Union steckte aber nicht auf. Nach einem schnell ausgeführte Einwurf traf der eingewechselte Ingvartsen.

Leipzig lässt Bremen leiden und festigt Rang zwei.

RB Leipzig hält den Druck auf die Bayern seinerseits hoch und bringt Werder Bremen in die Bredouille: Mit einem 4:1 (3:0)-Sieg im Weserstadion gelang den Sachsen um Trainer Julian Nagelsmann eine prompte Reaktion auf die Niederlage im Spitzenspiel gegen den deutschen Rekordmeister eine Woche zuvor.

Dani Olmo (23.) und Alexander Sörloth (32., 41.) brachten die Gäste schon in der ersten Hälfte nach teilweise beeindruckenden Kombinationen klar auf Kurs. Nach der Pause schaffte Werder per Handelfmeter von Milot Rashica den Anschlusstreffer (61.), doch der Konter von Marcel Sabitzer erfolgte fast im Gegenzug (63.).

<p>Ansgar Knauff (rechts) schoss den BVB-Siegtreffer.</p>
Ansgar Knauff (rechts) schoss den BVB-Siegtreffer. | Foto: dpa

Dortmund verhindert nächsten Rückschlag.

Borussia Dortmund hat seine minimale Chance auf die erneute Qualifikation für die Champions League gewahrt. Der Revierclub setzte sich am Samstagabend mit 3:2 (0:1) beim VfB Stuttgart durch. Bei noch sechs ausstehenden Partien bleibt der BVB damit sieben Zähler hinter dem Tabellenvierten Eintracht Frankfurt. Jude Bellingham (47. Minute), Marco Reus (52.) und Ansgar Knauff (80.) trafen für Dortmund. Sasa Kalajdzic (17.) und Daniel Didavi (78.) erzielten die Tore für Aufsteiger Stuttgart, der weiter hinter den Europapokal-Rängen liegt.

Der BVB feierte damit eine erfolgreiche Generalprobe für das Viertelfinal-Rückspiel in der Königsklasse gegen Manchester City am Mittwoch. Das erste Duell hatte der BVB auswärts mit 1:2 verloren.

<p>Dodi Lukebakio (Nr. 11) und seine Hertha kann sich nicht befreien.</p>
Dodi Lukebakio (Nr. 11) und seine Hertha kann sich nicht befreien. | Foto: dpa

Gladbach lange in Unterzahl: Nur Remis gegen die Hertha

Hertha BSC hat die große Chance auf ein Durchatmen im Abstiegskampf fahrlässig verschenkt, Gladbach kann sich nicht näher an die Europapokalplätze heranbringen. Trotz über 75-minütiger Überzahl kamen die Berliner nicht über ein 2:2 (1:2) hinaus und bleiben zunächst nur einen Punkt vor dem Relegationsplatz. Die Gladbacher verdienten sich den Punkt mit Moral und einer starken Mannschaftsleistung. Im Rennen um die Europa-League-Qualifikation war das Remis allerdings zu wenig.

Alassane Plea (27.) und Lars Stindl (38., Foulelfmeter) hatten das Spiel nach der Führung von Santiago Ascacibar (23.) für die Gladbacher gedreht, die einen Großteil der Partie nach der Roten Karte für Yann Sommer (13., Notbremse) in Unterzahl absolvierten. Jhon Cordoba (49.) glich für Hertha aus.

<p>Zum ersten Mal in dieser Saison musste Koen Casteels (links) viermal hinter sich greifen.</p>
Zum ersten Mal in dieser Saison musste Koen Casteels (links) viermal hinter sich greifen. | Foto: Photo News

Erneutes Spektakel: Frankfurt kommt der Königsklasse immer näher

Eintracht Frankfurt kommt der Champions League dank eines Offensivfeuerwerks immer näher. Die Hessen gewannen auch das nächste Schlüsselspiel im Rennen um die Königsklasse gegen den VfL Wolfsburg mit 4:3 (2:1) und vergrößerten damit ihr Polster auf Platz fünf zumindest vorübergehend auf zehn Punkte. Nach dem Erfolg im direkten Duell winkt nun sogar Platz drei, die Wölfe sind nur noch einen Zähler voraus.

Daichi Kamada (8.), Luka Jovic (27.), Andre Silva (54.) und Erik Durm (61.) trafen gegen die bis dahin beste Defensive der Liga und sorgten trotz des Eigentors von Tuta (84.) nach mehr als fünf Jahren mal wieder für einen Heimsieg gegen die Wölfe. Für den VfL, für den Ridle Baku (6.) und Wout Weghorst (46.) trafen, war die erst zweite Pleite der Rückrunde im Kampf um die Königsklasse allerdings kein Beinbruch, die Chancen für die Elf um Nationaltorhüter Koen Casteels sind weiter bestens. (sid/tf)

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