Coronavirus in Belgien: Neuinfektionen nehmen erstmals wieder ab - Spitäler füllen sich

<p>Ein Blick in die Uniklinik Gent</p>
Ein Blick in die Uniklinik Gent | Foto: belga

Das geht aus den aktuellsten Fallzahlen von Sciensano, dem Institut für Volksgesundheit, hervor, die am Sonntag veröffentlicht worden sind. Am Samstag wurde noch ein Anstieg in Höhe von 3 Prozent festgestellt, am Freitag lag der Wert noch bei 11. In den Tagen zuvor wurden noch Pluswerte in Höhe von 15, 17 und 22 Prozent registriert. Seitdem Ausbruch der Pandemie haben sich nach Sciensano-Angaben in Belgien mindestens 897.474 Menschen nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, liegt nach Sciensano-Schätzungen aktuell bei 1,09. Das bedeutet, dass ein Infizierter im Schnitt mehr als einen weiteren Menschen mit Corona ansteckt. Die kumulative Inzidenz der letzten 14 Tage liegt belgienweit derweil bei 561,6 Fällen pro 100.000 Einwohner (+47%).

Während die Neuinfektionen rückläufig sind, steigen die Krankenhausaufnahmen. Aus dem aktuellen Sciensano-Bericht geht hervor, dass sich die Anzahl Menschen, die aufgrund einer Ansteckung mit dem Virus in einem hiesigen Krankenhaus untergebracht werden mussten, erhöht hat. In dem Zeitraum zwischen dem 28. März und 3. April sind pro Tag durchschnittlich 269 Covid-19-Patienten in ein hiesiges Hospital eingeliefert worden. Im Vergleich zur Vorwoche ist das ein Anstieg von 13 Prozent. Sciensano teilte außerdem mit, dass am Freitag (2. April) 2.913 Menschen (-112) in hiesigen Krankenhäusern behandelt werden mussten. Von den 2.913 Personen lagen 822 (+20) auf einer Intensivstation, 480 (+1) davon mussten künstlich beatmet werden

Laut Angaben von Sciensano wurden seit dem Ausbruch der Pandemie rund 11,4 Millionen Tests durchgeführt. Zuletzt wurden im Schnitt 66.500 Tests durchgeführt (+4%) – mit einer Positivitätsrate von 7,8 Prozent.

Was die Anzahl der Corona-Toten im Land betrifft, sind die Fallzahlen derweil steigend. Zwischen dem 28. März und 3. April sind laut offiziellen Angaben im Durchschnitt 28,6 Menschen an den Folgen einer Infektion gestorben – das sind 5,1 Prozent mehr als in der Vorwoche. Landesweit wurden bis dato 23.130 Corona-Tote verzeichnet. (belga/calü)

Kommentare

  • „Wen die Götter zerstören wollen, den machen sie zuerst verrückt.“
    Aha, der Herr Dr. Francois glänzt mit seiner klassischen Bildung aus Pennälerzeiten.
    Ja, der gute Euripides (einer der großen klassischen griechischen Dramatiker. 484 bis 406 v.C.) hat es schon gewusst.

    Herr Schröder als Chefredakteur und Ihr Team, Sie machen uns also alle verrückt? Was halten Sie denn von diesem schwerwiegenden Vorwurf?

    Sie werden es wahrscheinlich gelassen hinnehmen, denn schließlich tun Sie nichts anders als Ihre journalistische Pflicht, wann Sie über die Zahlen berichten, die von Sciensano veröffentlicht wurden und die jeder im Internet nachlesen kann.

    Worüber Herr Dr. Francois sich so erregt, ist, dass die Zahl der Neuinfektionen zwar laut GE zurückgeht, die der Krankenhauseinweisungen aber zunimmt, übrigens auch die der Todesfälle.
    Dabei ist es allgemein bekannt, dass diese Zahlen nie genau gleich verlaufen, sondern immer zeitversetzt. Das ist längst bekannt, nur dem Herrn Francois nicht.

    https://www.dw.com/de/warum-die-zahl-der-corona-toten-wieder-steigt/a-56...

    Wie heißt es so schön: „Wen Gott verderben will, den schlägt er mit Blindheit.“
    (Sophokles - um 497 - 405 v. Chr., griechischer Tragödiendichter und Schauspieler, bekleidete zeitweise hohe Staatsämter; Zitat aus „Antigone", ca. 442 v. Chr.)

  • So etwas nenne ich wohl ein prächtiges Beispiel Oxymoron: "Neuinfektionen nehmen erstmals wieder ab - Spitäler füllen sich".
    Kann es sein, daß es doch stimmt? "Wen die Götter zerstören wollen, den machen sie zuerst verrückt"... Die Medien, die Mainstream-Medien, spielen das Spiel der Götter: Sie machen uns verrückt...

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