Aktions- und Streiktag am Montag auch in der Region

<p>Marc Niessen, Regionalsekretär der CSC Lüttich-Verviers-Ostbelgien, bei einer Kundgebung der CSC im Eupener Friedenspark Ende Februar.</p>
Marc Niessen, Regionalsekretär der CSC Lüttich-Verviers-Ostbelgien, bei einer Kundgebung der CSC im Eupener Friedenspark Ende Februar. | Foto: David Hagemann

Ostbelgien/Verviers/Lüttich

„Wenn wir streiken, sind wir weniger dem Coronavirus ausgesetzt, als wenn wir arbeiten“, äußert sich Marc Niessen, Regionalsekretär der CSC Lüttich-Verviers-Ostbelgien. Die Devise der CSC-Sektion für den nationalen Aktionstag am Montag sei eindeutig: „0,4%? Lohn im Lockdown! Ich werde nicht arbeiten. Streikt am 29. März.“ Banner mit dieser Botschaft seien an den Zufahrten von Lüttich, Verviers und Eupen aufgestellt worden, hieß es am Freitag.

„Das Ziel dieser Kampagne ist es, die Arbeitnehmer dazu aufzufordern, zu streiken, indem sie zu Hause bleiben. Und um ihre Mobilisierung für ein gutes überberufliches Abkommen und wirkliche Lohnerhöhungen sichtbar zu machen, bitten wir sie, am 29. März Fotos in den sozialen Medien zu posten, die sie beim Streik zu Hause zeigen, mit Schildern, Illustrationen,... Kurzum, seid kreativ“, schlägt Marc Niessen vor. Und warum haben CSC und sozialistische Gewerkschaft (FGTB) den 29. März zu einem Aktions- und Streiktag erklärt? Weil sie ein überberufliches Abkommen (ÜBA) für 2021 und 2022 zum Wohle von rund vier Millionen Arbeitnehmern wollen.

„Die Verhandlungen sind jedoch in eine Sackgasse geraten. Die Arbeitgeber verweigern weiterhin jede Möglichkeit einer Lohnerhöhung über 0,4 Prozent hinaus, was einen konstruktiven Dialog verhindert“, hieß es. Die Gewerkschaften wollten ein Abkommen, das die Arbeitnehmer wertschätzt, „und sie erinnern daran, dass gute Löhne der Wirtschaft zugutekommen und dank der von Arbeitgebern und Arbeitnehmern gezahlten Beiträge zur Finanzierung der sozialen Sicherheit und unseres Gesundheitssystems beitragen“.

Am kommenden Montag würden vier entsprechend dekorierte CSC-Autokorsos durch die Ortschaften und Gewerbegebiete der Provinz Lüttich touren. „Unser Ziel ist es, die Aufmerksamkeit auf die Prioritäten der Arbeitswelt zu lenken, nämlich eine indikative Marge für Lohnerhöhungen, eine deutliche Erhöhung des Mindestlohns und der Niedriglöhne, Abkommen zur Verbesserung der Berufslaufbahn und des Laufbahnendes, aber auch die Änderung des ungerechten Gesetzes über die Lohnnorm von 2017“, betont Marc Niessen.

Außerdem findet gegen 14.30 Uhr eine symbolische Aktion vor dem Parlament der DG (PDG) statt. Pressemeetings gibt es am Montag am PDG und bereits am Montagmorgen um 9.30 Uhr beim Unternehmen Emerson in Welkenraedt. (red/sc)

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