„Atom-Wischi-Waschi…“

G. Pesch bezieht sich mit weltfremder Sicht zur Fukushima-Katastrophe auf die IAEA – der mehr als fragwürdigen Internationalen Atomenergiebehörde –, deren Mitarbeiterstab durchsetzt ist mit hochdotierten Atomlobbyisten (die zwar ein Interesse am sicheren Betrieb von Atomanlagen vorgeben – die andererseits aber Gefahren, Risiken und Unfälle prinzipiell herunterspielen!).

Da verwundert nicht, dass es nach Fukushima und Tschernobyl – aber auch nach jedem anderen atomaren Zwischenfall – wichtigstes Ziel der IAEA ist, wirtschaftliche Rückschläge für die Atomindustrie zu verhindern! Denn es geht ums große Geld! Auch deshalb betreibt die IAEA die gezielte Verschleierung der Folgen der Fukushima-Katastrophe für Gesundheit, Umwelt und Landwirtschaft! Es ist schon erschreckend, welche Macht und welchen Einfluss die Atomlobby auf UNO-Organisationen wie IAEA und WHO haben!!!

Fürs Poesiealbum, Herr Pesch: Sie gehen einer macht- und geldgierigen Organisation mit beispielloser Naivität auf den Leim! Die IAEA ist nämlich nicht im Entferntesten eine „objektive Kontrollorganisation“, wie Sie uns glauben machen wollen, sondern eine geschickt aufgebaute Tarnorganisation der Nuklearindustrie innerhalb der UNO! (Da genügt es nicht, einige wohlgesonnene Zeilen einer Website wiederzukäuen).

Die Kernschmelze geht nach 10 Jahren unvermindert weiter! Noch über 1.000 Brennelemente müssen in Fukushima geborgen werden und erst 2031(!) werden die Reaktoren komplett geräumt sein! Das freut Herrn Pesch, denn Raeren ist weit...!

Kommentare

  • Ja, Herr Radermacher, den Statuten nach ist die IAEA eine Agentur zur Förderung der Atomenergie, was aus Artikel 2 klar hervorgeht: „Ziel der Behörde ist es, den Beitrag der Atomenergie zum Frieden, zur Gesundheit und zum Wohlstand auf der ganzen Welt rascher und in größerem Ausmaße wirksam werden zu lassen.“
    https://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=Bundesnormen&Geset...

    Allzu kritische Studien kann man da wohl kaum erwarten. Welcher "Förderverein", wie es sie auch in Ostbelgien gibt, würde denn in seinen Publikationen den Eltern davon abraten, ihr Kind in die betreffende Lehranstalt zu schicken?

    Die von Herrn Pesch verlinkte Studie der IAEA stammt aus dem Jahre 2015. Ihm ist nicht nur entgangen, wie schon angemerkt, dass das GE, dem er einseitige Berichterstattung vorwirft, sich in seinem Artikel vom 9. März auf eine zum 10. Jahrestag der Katastrophe veröffentlichte Studie eines anderen Gremiums bezieht, nämlich der UNSCEAR (The United Nations Scientific Committee on the Effects of Atomic Radiation), sondern auch, dass diese Studie zu derselben Schlussfolgerung gekommen ist: „Es ist eine Katastrophe, aber es ist keine Strahlenkatastrophe“, sagte die Strahlenbiologin Anna Friedl, die Deutschland im UNSCEAR vertritt.

    Dabei wäre das doch Wasser auf seine Mühle gewesen. Aber die Versuchung war wohl zu groß, den Medien und speziell dem GE am Zeug zu flicken und ihnen Einseitigkeit vorzuwerfen.

    Bis zum Beweis des Gegenteils kann man diese beiden Studien mal so stehen lassen. Man kann sie redlicherweise aber nicht dazu benutzen, den Reaktorunfall zu verharmlosen, wie die Gegenpoler es suggerieren, nach dem Motto „Was wollt ihr, es war doch gar nicht so schlimm.“ Die anderen Folgen sind gravierend genug und verdienen den Namen „Katastrophe“ zu Recht.

    „Fakten statt Meinungsmache“ fordert Herr Pesch an anderer Stelle:
    https://www.grenzecho.net/51798/artikel/2021-03-12/fukushima-fakten-stat...

    Man kann nur immer wieder feststellen, dass die Gegenpoler ihrem eigenen Anspruch in keiner Weise gerecht werden. Wer da „Meinungsmache“ betreibt und auf Tauchstation geht, wenn wirkliche Fakten gebracht werden, ist doch wohl offensichtlich.

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