Üblicherweise reichen Gewerkschaften und Arbeitgeber innerhalb von zwei Monaten nach Veröffentlichung des Lohnkostenberichtes des zentralen Wirtschaftsrates einen gemeinsamen Vorschlag ein, wie es mit der Lohnnorm weitergeht, bevor die Föderalregierung eine Entscheidung trifft. Dieser Termin ist am Sonntag allerdings verstrichen.
Der besagte Lohnkostenbericht hatte den Spielraum für eine Lohnerhöhung (Lohnnorm genannt) für die nächsten zwei Jahre auf maximal 0,4 Prozent über den Index (2,8%) festgelegt. Für die Gewerkschaften ist das viel zu wenig, und bei den Gesprächen mit den Arbeitgeberverbänden gab es keine Lösung.
Kurzfristig wird es jetzt Gespräche zwischen Premierminister Alexander De Croo (Open VLD) und Arbeitsminister Pierre-Yves Dermagne (PS) mit den Sozialpartnern geben. Dabei soll jeder Spielraum für eine mögliche Annäherung genutzt werden. Um den Druck zu erhöhen, haben die Gewerkschaften einen nationalen Streiktag am 29. März geplant. (sc)

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