Task Force nicht besorgt über neuen Lieferengpass von Astrazeneca

<p>Astrazeneca liefert nicht beständig. Das führt zu Problemen bei der Impfverteilung. Die belgische Task Force relativiert aber den erneuten Lieferengpass.</p>
Astrazeneca liefert nicht beständig. Das führt zu Problemen bei der Impfverteilung. Die belgische Task Force relativiert aber den erneuten Lieferengpass. | Illustrationsfoto: dpa

Astrazeneca kündigte am Samstag unter Berufung auf Exportbeschränkungen weitere Kürzungen bei den Lieferungen seines Covid-19-Impfstoffs in die Europäische Union an. Das Unternehmen sollte ab dem 1. April 4,6 Millionen Dosen nach Belgien liefern. Aber das könnte auf weniger als die Hälfte reduziert werden, sagte der Vorsitzende der Impfkampagnen-Task-Force, Dirk Ramaekers, am Samstag während eines wöchentlichen Online-Pressebriefings. „Es könnte sogar noch weniger sein“, fügte er hinzu und merkte an, dass die genauen Zahlen erst im Laufe der nächsten Woche bekannt sein würden.

Ramaekers und andere Mitglieder des Gremiums relativierten jedoch die möglichen Auswirkungen der Verzögerungen durch Astrazeneca auf die Impfkampagne. Auch wenn „wir uns leider an die Ankündigungen des Unternehmens gewöhnt haben“, erklärte der sichtlich verärgerte Generaldirektor der Föderalen Agentur für Arzneimittel und Gesundheitsprodukte (FAMHP), Xavier De Cuyper, der von „chaotischen“ Lieferungen des Konzerns sprach.

Alle Beteiligten betonten, dass der Rückstand aufgeholt werden könnte, wenn die Lieferungen des Impfstoffs von Johnson & Johnson, der von der belgischen Tochtergesellschaft Janssen Pharmaceutica hergestellt wird, wie geplant Mitte April beginnen würden. Belgien hat fünf Millionen Dosen des Impfstoffs bestellt, der am Donnerstag von der EU zugelassen wurde. „Wir haben in unserer Planung bereits andere Lieferverzögerungen berücksichtigt“, teilte Ramaekers mit. Vier Impfstoffe sind Teil der derzeitigen Impfstrategie, darunter die von Astrazeneca und Johnson & Johnson, aber auch die von der amerikanischen Firma Pfizer und dem deutschen Labor Biontech (die „regelmäßig“ liefern) sowie der amerikanischen Biotech-Firma Moderna, deren Lieferungsumstände mal „ Höhen und Tiefen“ kennt. (belga/mv)

Kommentare

Kommentar verfassen

0 Comment