Die Lontzener Umweltpolitik landet in der Tonne – leider in der öffentlichen. Das kommt dabei raus, wenn man von heute auf morgen die Regeln ändert, ohne die Bevölkerung zu informieren, zu sensibilisieren und ihnen Möglichkeiten der Alternative zu geben.
Es kann nicht bleiben wie es ist – das sagt nicht nur die Lontzener Mehrheit. Das sagen auch wir und das sagt vor allem die Müllentsorgungsfirma Intradel.
Aber das Gemeindekollegium ist dabei nicht glaubwürdig, denn vor der Veränderung kommt das Vertrauen, die Definition des Ziels, die Diskussion und die Sensibilisierung der Bürger. Neun Tage vor dem Jahreswechsel zu entscheiden, dass Babywindeln „von heute auf morgen“ nicht mehr im organischen Müll entsorgt werden dürfen, ein Brief vom 04.02., der besagt, dass ab dem 05.02. die Tüten nicht mehr mitgenommen werden, führt zu solchen Aktionen der wilden Entsorgung. Die Opposition forderte eine Informationskampagne zu Alternativen und eine Übergangszeit von mehreren Monaten, damit Familien die Zeit eingeräumt würde, sich mit anderen Windelsystemen auseinanderzusetzen, die Pflege ihres Babys zu planen und ggf. dann die bewusste Entscheidung für oder gegen Wegwerfwindeln zu treffen. Auch die finanzielle Mehrbelastung der jungen Familien durch mehr Gewicht im Haushaltsmüll wurde kritisiert und ein Ausgleich diskutiert.
Die Bedenken der Opposition zur Vorgehensweise wurden vom Tisch gewischt … und nun landen die Wegwerfwindeln in der öffentlichen Mülltonne.
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