Comeos: Das war „schlechtester Winterschlussverkauf aller Zeiten“

<p>Der Winterschlussverkauf erfolgte in diesem Jahr zum ersten Mal unter Corona-Bedingungen.</p>
Der Winterschlussverkauf erfolgte in diesem Jahr zum ersten Mal unter Corona-Bedingungen. | Illustrationsfoto: afp

Laut Comeos sanken die Umsätze in den Bekleidungsgeschäften aufgrund der Maßnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus im Durchschnitt um 25 bis 35 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

„Das Freizeitshopping war in diesem Jahr nicht möglich, die Verbraucher konnten nur essenzielle Einkäufe tätigen“, erklärte Kathy Bergen, Leiterin des Bereichs Mode bei Comeos. Außerdem dürfen die Verbraucher nur alleine einkaufen. So ist nach Angaben des Verbandes auch die Zahl der Menschen in den Einkaufsstraßen um fast die Hälfte zurückgegangen.

Der Verkauf von Sport- und Herrenbekleidung hat besonders stark gelitten. Comeos ist jedoch nicht unglücklich über die Verlängerung der Verkaufsfrist bis zum 15. Februar. „Diese außergewöhnliche Verlängerung wurde als positiv angesehen, weil sie es den Einzelhändlern ermöglichte, ihre Lagerbestände zu verkaufen. Da der Februar in normalen Jahren ein besonders ruhiger Monat ist, konnten wir den Trend in diesem Jahr ein wenig umkehren“, so Kathy Bergen.

Auch Mode Unie zieht eine negative Bilanz des Winterschlussverkaufs. Im Januar berichteten acht von zehn Händlern, dass sie bereits weniger verkauft haben, im Durchschnitt um 26 Prozent. Daran änderten auch die zwei zusätzlichen Verkaufswochen nichts, so der Branchenverband. Laut einer von Mode Unie durchgeführten Umfrage unter 315 unabhängigen Einzelhändlern haben 78 % der Geschäfte seit der Krise eine Verschlechterung ihrer finanziellen Situation erlebt, und fast 55 % mussten ihr Geschäft mit privaten Mitteln aufrechterhalten. (belga/mv)

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