Dies sei darauf zurückzuführen, dass die junge Generation seit Beginn der Coronakrise am meisten gegen die Versammlungsbeschränkungen verstoßen hätte, so die Zeitungen bezugnehmend auf Zahlen von Polizei und Justiz.
Seit März habe die Polizei knapp 200.000 Verstöße gegen die Corona-Maßnahmen zu Protokoll gebracht. War während der ersten Welle noch das Nichttragen eines Mund-Nasen-Schutzes der häufigste Grund für die Auferlegung von Strafen, so sind mittlerweile Verstöße gegen die Versammlungsbeschränkungen die häufigste Ursache, die der Verhängung einer Strafe zugrunde liegen.
Die allermeisten Verstöße gegen die Maßnahmen werden derzeit über Bußgelder geahndet. Insgesamt wurden dem Fiskus in diesem Zusammenhang bereits Bußgelder im Wert von 7,6 Millionen Euro zuteil. Mittlerweile sind – zählt man Minderjährige und Personen in den Zwanzigern zusammen – junge Menschen in 55 Prozent der Fälle von den Strafen angesichts von Übertretungen der Corona-Regeln betroffen.
Ungeachtet dieser Zahlen sollten junge Menschen nicht stigmatisiert werden, erklärte Nicholas Paelinck, Vorsitzender des Ständigen Ausschusses der lokalen Polizei.
Er betonte, dass die meisten Maßnahmen die jungen Menschen am härtesten treffen würden. (belga/svm)

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